Ein kleiner Roboter, der menschlicher fühlt als viele Menschen. Ein weißer Löwe, der von einem friedlichen Zusammenleben zwischen Mensch und Tier träumt. Ein Arzt ohne Zulassung, der Unsummen für seine Eingriffe verlangt und trotzdem immer wieder diejenigen behandelt, die längst aufgegeben wurden. Dazu ein geheimnisvoller Phoenix, dessen Blut Unsterblichkeit verspricht und gerade deshalb unzählige Menschen ins Unglück stürzt.
All diese Figuren stammen von Osamu Tezuka. Schon diese kurze Aufzählung zeigt, wie schwer es eigentlich ist, sein Werk auf einen einzigen Stil oder ein bestimmtes Genre festzulegen. Tezuka zeichnete Science-Fiction, Abenteuer, historische Dramen, Thriller, Geschichten für Kinder, Shōjo-Manga und später ebenso düstere Stoffe für ein erwachsenes Publikum. Im Laufe seines Lebens entstanden mehr als 150.000 Manga-Seiten und Hunderte Werke. Zahlen, bei denen man sich unweigerlich fragt, wann dieser Mann überhaupt geschlafen hat.
Trotzdem erklärt die schiere Menge noch nicht, warum sein Name bis heute eine solche Bedeutung besitzt.
Tezuka wird häufig als „Gott des Manga“ bezeichnet. Das klingt eindrucksvoll, macht die Geschichte des Mediums aber manches Mal einfacher, als sie tatsächlich war. Er hat Manga nicht im Alleingang erfunden. Vor ihm gab es bereits eine lange Comictradition, und auch seine Zeitgenossen entwickelten das Medium auf ganz unterschiedliche Weise weiter. Dennoch gab Tezuka dem modernen Story-Manga einen entscheidenden Schub. Er zeigte, wie lang, beweglich, emotional und thematisch vielfältig eine Manga-Erzählung sein konnte.
In meinen Augen liegt genau darin seine eigentliche Bedeutung. Tezuka schuf nicht bloß viele erfolgreiche Geschichten. Er verschob immer wieder die Grenzen dessen, was Manga sein durfte.
Ein Käfer im Namen
Osamu Tezuka wurde am 3. November 1928 in Toyonaka bei Osaka als ältestes von drei Kindern geboren. 1933 zog die Familie nach Takarazuka. Die Stadt war auf der einen Seite von Bergen, Flüssen und damals noch recht viel Natur umgeben. Auf der anderen Seite gab es dort mit dem Takarazuka Grand Theater eine moderne Bühnenwelt, die kaum prunkvoller hätte sein können. Beides blieb hängen.
Als Schüler sammelte Tezuka Insekten, zeichnete eigene Bestimmungsbücher und gründete mit Freunden eine kleine Insektenforschungsgruppe. Im Namen des Laufkäfers Osamushi entdeckte er schließlich eine Verbindung zu seinem Vornamen Osamu. Er ergänzte sein Pseudonym um das Schriftzeichen für Insekt, 虫. Aus 手塚治 wurde 手塚治虫.
Zur selben Zeit las er Manga, sah Filme und besuchte mit seiner Mutter Aufführungen der Takarazuka Revue. In diesem Theaterensemble werden bis heute sämtliche Rollen von Frauen gespielt. Die Darstellerinnen in Männerrollen, die großen Kostüme und die europäischen Märchenwelten tauchten später besonders deutlich in Ribon no Kishi beziehungsweise Princess Knight auf.
Der Krieg beendete diese Kindheit ziemlich abrupt. Tezuka erlebte militärisch geprägten Schulunterricht, Arbeitseinsätze und die Zerstörung der letzten Kriegsjahre. 1945 begann er ein Medizinstudium in Osaka. Seine erste Zeitungsserie Mā-chans Tagebuch erschien bereits im Januar 1946. Er zeichnete also nicht erst nach dem Studium nebenbei ein paar Manga. Medizin und Manga liefen von Anfang an gleichzeitig.
1951 schloss Tezuka sein Studium ab, 1952 bestand er die staatliche Prüfung für Ärzte und 1961 erhielt er mit einer Arbeit über die Spermien von Schlammschnecken den medizinischen Doktorgrad. Eine gewöhnliche Arztkarriere wurde daraus trotzdem nicht. Dafür warteten bereits zu viele Seiten.
400.000 Exemplare und ein neues Tempo
Der erste große Erfolg kam 1947 mit Shin Takarajima, im Englischen New Treasure Island. Die Grundgeschichte stammte von Sakai Shichima, Tezuka setzte sie als langen Manga um. Nach Angaben der offiziellen Chronik wurden über mehrere Auflagen rund 400.000 Exemplare verkauft. In den ersten Jahren nach dem Krieg war das eine gewaltige Zahl.
Oft wird New Treasure Island als Geburt des modernen Manga bezeichnet. Ganz so einfach ist Manga-Geschichte natürlich selten. Lange Geschichten, ungewöhnliche Bildfolgen und Einflüsse aus Film oder Animation gab es nicht erst bei Tezuka. Er bündelte diese Mittel aber so erfolgreich, dass eine ganze Generation junger Leser plötzlich wissen wollte, wer diesen Manga gezeichnet hatte.
Eine Autofahrt konnte sich über mehrere Bilder ziehen. Der Blick wechselte von einer Totalen in die Nahaufnahme, Bewegungen wurden zerlegt und ein Moment bekam genau so viel Platz, wie die Geschichte gerade brauchte. Heute wirkt das nicht mehr revolutionär. Genau das sagt einiges über den Erfolg dieser Erzählweise aus.
Tezuka arbeitete nach New Treasure Island ohne große Pause weiter. Es folgten die frühe Science-Fiction mit Lost World, Metropolis und Nextworld, ab 1950 Jungle Taitei und 1952 Tetsuwan Atom. Im Westen wurde aus Atom später Astro Boy.
Astro ist ein Roboterkind, das nach dem verstorbenen Sohn seines Schöpfers gebaut wird. Das eigentliche Problem fällt allerdings schnell auf: Ein Roboter wächst nicht. Er kann einen Menschen äußerlich ersetzen, aber nicht dessen Leben führen. Professor Tenma stößt ihn deshalb wieder ab, und Astro muss seinen Platz zwischen Menschen und Robotern finden. Neben den Kämpfen gegen andere Maschinen geht es immer wieder um Roboterrechte, Vorurteile und die Frage, wer überhaupt als Person gelten darf.
Nur ein Jahr später begann Tezuka mit Ribon no Kishi eine lange Geschichte für ein Mädchenmagazin. Saphir kommt durch das Versehen eines Engels mit einem weiblichen und einem männlichen Herzen zur Welt. Weil nur ein Sohn den Thron erben darf, wird sie als Prinz erzogen. Die Atmosphäre der Takarazuka Revue steckt in den Kostümen, den Rollenwechseln und den großen Bühnenmomenten. Auch die sternförmigen Lichtpunkte in den Augen der Figuren wurden für spätere Shōjo-Manga wichtig. Princess Knight war nicht der Anfang aller Manga für Mädchen, wurde aber zu einem prägenden Modell für längere Shōjo-Geschichten.
Ein Roboterjunge, eine Prinzessin als Prinz und ein weißer Löwe im Dschungel erschienen damit fast zur selben Zeit. Tezuka wartete nicht erst ab, bis eine Reihe beendet war. Er stellte einfach das nächste Ensemble auf.
Wenn Figuren zu Schauspielern werden
Wer mehrere Tezuka-Manga liest, begegnet bald bekannten Gesichtern an Stellen, an denen sie eigentlich nichts zu suchen haben. Higeoyaji, der Mann mit dem großen Schnurrbart, spielt mal Lehrer, mal Privatdetektiv. Rock beginnt als junger Held und übernimmt später immer häufiger die Rolle des schönen, gefährlichen Gegenspielers. Acetylene Lamp erkennt man an der auffälligen Delle am Hinterkopf, auf der in einem wiederkehrenden Gag sogar eine Kerze stehen kann.
Tezuka nannte dieses Verfahren sein Star System. Die Figuren waren für ihn Schauspielerinnen und Schauspieler, die er als Regisseur neu besetzte. Ein Charakter musste deshalb nicht in jedem Manga dieselbe Biografie besitzen. Entscheidend war, welche Wirkung sein Gesicht und seine bisherige „Leinwandkarriere“ mitbrachten.
Das System passt zu Tezukas Liebe zum Theater, aber auch zu seiner Art, Manga wie Filme zu denken.
Werke im Spotlight

Astro Boy
Im Jahr 2003 ist Japan eine technologische Utopie voller Roboter. Dr. Tenma erschafft Tobio als Ersatz für seinen verstorbenen Sohn, verstößt ihn jedoch enttäuscht. Professor Ochanomizu rettet den Roboter, nennt ihn Astro Boy und macht ihn zum Beschützer der Welt. Mit sieben Superkräften kämpft Astro gegen das Böse und beweist Güte.

Buddha
Im alten Südostasien leiden die Menschen unter Dürre, Hunger, Kriegen und den Ungerechtigkeiten des strengen Kastensystems. Die Schicksale vieler unglücklicher Seelen verbinden sich mit der Geburt des Prinzen Siddhartha. Er begibt sich auf eine spirituelle Reise, wird zu Buddha, dem Erleuchteten, und versucht, seiner verzweifelten Zeit Erneuerung und Hoffnung zu bringen.

Kimba, der weiße Löwe
Im äquatorialen Afrika herrscht der weiße Löwe Panja als Kaiser des Dschungels, bis ein Jäger ihn tötet. Seine gefangene Gefährtin bringt auf einem Schiff Sohn Leo zur Welt und verhilft ihm zur Flucht. Nach einem Sturm strandet Leo jedoch auf der Arabischen Halbinsel, wo fern seiner Heimat sein großes Abenteuer beginnt.

Dororo
Der grausame Fürst Daigo Kagemitsu verkauft Körperteile seines neugeborenen Sohnes an 48 Dämonen, um Macht zu erlangen. Hyakkimaru überlebt jedoch, wird von einem Arzt gerettet und mit Prothesen ausgestattet. Auf seiner Reise tötet er Dämonen, um seinen Körper zurückzugewinnen. Begleitet wird er vom jungen Dieb Dororo durch eine grausame, düstere Welt.
Tokiwaso, ein Telegramm und eine verschobene Hochzeit
1952 zog Tezuka nach Tokio, ein Jahr später in das Apartmenthaus Tokiwaso. Sein Zimmer Nummer 14 maß nur viereinhalb Tatami. Lange blieb er nicht: Bereits 1954 wechselte er in eine andere Wohnung. Tokiwaso entwickelte sich aber danach zu einem Treffpunkt junger Mangaka. Fujiko F. Fujio, Fujiko Fujio A, Shōtarō Ishinomori, Fujio Akatsuka, Hideko Mizuno und weitere spätere Größen lebten oder arbeiteten dort.
Tezukas Einfluss bestand nicht nur aus fertigen Manga. 1954 erhielt der noch zur Schule gehende Ishinomori in Miyagi ein Telegramm von ihm: Er solle nach Tokio kommen und bei der Arbeit helfen. Die Reise dauerte damals ungefähr zwölf Stunden. Ishinomori fuhr trotzdem los, assistierte Tezuka und bekam kurz darauf mit Nikyū Tenshi seine erste Serie.
Zehn Jahre später heiratete Ishinomori seine Frau Toshiko. In den offiziellen Chroniken von Ishimori Production und der Stadt Tome steht Tezuka als nakōdo, also als formeller Ehevermittler und wichtiger Begleiter der Hochzeit. Und dann beginnt die Anekdote: Nach einer Erzählung erschien Tezuka nicht. Eine verpasste Manga-Deadline hielt ihn am Zeichentisch fest, obwohl ausgerechnet er als nakōdo gebraucht wurde.
Das Verhältnis zwischen Tezuka und Ishinomori lässt sich ohnehin nicht auf Meister und Schüler verkürzen. Ishinomori entwickelte eine eigene Bildsprache und wurde selbst zu einem der produktivsten Mangaka Japans. In einem späteren Gespräch fragte er Tezuka nach Gegenwart und Zukunft des Manga. Tezukas Antwort war, dass ein Werk nicht nur im Moment funktionieren sollte. Es müsse auch fünfzig Jahre später noch bestehen können. Ein ziemlich hoher Maßstab. Für beide.
Astro Boy kommt ins Fernsehen
Manga reichten Tezuka nie ganz. 1961 gründete er eine eigene Animationsabteilung, aus der Mushi Production hervorging. Am 1. Januar 1963 startete die Fernsehserie Tetsuwan Atom. Sie wurde zum Modell für die halbstündige, wöchentlich ausgestrahlte TV-Animeserie in Japan. Bis Ende 1966 entstanden 193 Folgen; die offizielle Chronik nennt eine durchschnittliche Einschaltquote von 25 Prozent und einen Spitzenwert von 40,3 Prozent.
Noch 1963 gelangte die Serie als Astro Boy in die USA und anschließend in weitere Länder. 1965 folgte mit Jungle Taitei eine Farbserie. Plötzlich liefen Tezukas Figuren nicht mehr nur von Panel zu Panel, sondern jede Woche über den Bildschirm.
Wie weit diese Arbeiten wahrgenommen wurden, zeigt ein Brief aus dem Januar 1965. Stanley Kubrick fragte Tezuka, ob er die Art Direction für 2001: A Space Odyssey übernehmen wolle. Zur Zusammenarbeit kam es nicht. Tezukas eigener Betrieb und seine laufenden Manga ließen sich nicht einfach für ein Jahr nach England verlegen. Kubricks fertigen Film sah er später trotzdem früh.
Mushi Production war ein kreatives Labor, aber wirtschaftlich blieb das Studio schwierig. Neben den Fernsehserien entstanden experimentelle Kurzfilme und später Animationsfilme für Erwachsene. 1966 gründete Tezuka außerdem das Magazin COM, in dem eine neue Fassung seines Langzeitprojekts Hi no Tori erschien. Das Unternehmen Mushi Pro Shōji und das Animationsstudio Mushi Production gingen 1973 bankrott.
Tezuka hatte 1968 bereits Tezuka Productions für seine Manga-Arbeit gegründet. Der Zusammenbruch von Mushi Production beendete seine Beschäftigung mit Animation deshalb nicht. Dafür war diese zweite Bühne längst zu wichtig geworden.
Als Tezuka plötzlich altmodisch wirkte
In den 1960er-Jahren veränderte sich der Manga-Markt. Wöchentliche Magazine verlangten immer neues Material, Gekiga brachte realistischere Bilder und härtere Geschichten, und jüngere Zeichner entwickelten Formen, die nicht mehr wie Tezuka aussahen. Der Mann, der den Nachkriegs-Manga so stark geprägt hatte, musste erleben, dass sein eigener Stil als überholt bezeichnet wurde.
Seine Antwort bestand aus weiteren Manga, nur sahen sie nicht alle nach Astro Boy aus.
In Ayako zerfällt eine alte Großgrundbesitzerfamilie im Japan der Nachkriegszeit. Das Verbrechen, das die Familie verbergen will, wird mit politischen Abhängigkeiten, Gewalt und einer jahrzehntelangen Gefangenschaft verbunden. MW folgt einem Bankangestellten, der hinter seiner gepflegten Fassade mordet, erpresst und eine chemische Waffe sucht. Ein katholischer Priester kennt seine Taten und ist selbst in sie verstrickt. Solche Geschichten lassen sich nur schwer mit dem Bild des freundlichen Roboterjungen zusammenbringen.
1972 begann Tezuka außerdem Buddha. Er hielt sich dabei nicht an eine nüchterne Biografie Siddharthas, sondern ergänzte erfundene Figuren, Abenteuer und Konflikte um das Kastensystem. Die Serie lief bis 1983.
Ein Jahr nach dem Start von Buddha erschien Black Jack. Ursprünglich waren nur wenige Episoden als eine Art Jubiläumsauftritt für Tezukas bekannte Figuren geplant. Daraus wurde eine zehn Jahre laufende Serie.
Black Jack besitzt keine ärztliche Zulassung und verlangt für Operationen häufig unvorstellbar hohe Summen. Gleichzeitig übernimmt er Fälle, die andere Ärzte längst aufgegeben haben. Jede Episode bringt einen neuen Patienten, eine neue medizinische Grenze und meistens ein moralisches Problem mit. Tezukas Ausbildung steckt überall in der Serie, doch Black Jack ist keine medizinische Lehrbuchfigur. Er ist eher der Arzt, den Tezuka nach eigener Aussage gern hätte darstellen wollen: brillant, kompromisslos und mit den Institutionen der Medizin ständig im Streit.
Dass Black Jack ausgerechnet 1973 begann, im Jahr des Zusammenbruchs von Mushi Production, ist eine dieser Wendungen, die in einer sauberen Erfolgsgeschichte vermutlich gestrichen worden wäre. Bei Tezuka gehört sie dazu.
Der Feuervogel springt durch die Zeit
Hi no Tori, im Westen meist Phoenix genannt, begleitete Tezuka in unterschiedlichen Fassungen seit den 1950er-Jahren. Die einzelnen Geschichten spielen abwechselnd in ferner Vergangenheit und ferner Zukunft. Je weiter die Reihe fortschreitet, desto näher rücken beide Linien an die Gegenwart heran.
Der Feuervogel verspricht Unsterblichkeit, aber seine Begegnungen enden selten als Belohnung. Herrscher, Wissenschaftler, Verbrecher und ganz gewöhnliche Menschen versuchen, Tod und Vergänglichkeit zu umgehen. Manche erhalten tatsächlich ein endloses Leben und merken erst danach, was das bedeutet. Andere werden über mehrere Zeitalter wiedergeboren. Figuren aus Tezukas Star System tauchen dabei in neuen Rollen und als entfernte Nachfahren wieder auf.
Die offizielle Tezuka-Seite bezeichnet Phoenix als sein Lebenswerk. Das ist ausnahmsweise keine nachträgliche Werbeformel. Tezuka kehrte über Jahrzehnte zu dem Projekt zurück, wechselte Magazine und Erzählrichtungen und ließ die Reihe am Ende unvollendet.
Seine Beschäftigung mit Leben und Tod wird gern unter dem Wort Humanismus zusammengefasst. Tezuka selbst wehrte sich gegen diese enge Lesart. In einem Gespräch erklärte er, seine Geschichten seien keine Erklärung menschlicher Grundsätze. Ihn interessiere das Leben aller Wesen und letztlich der ganze Kosmos. Vom Käfer im Namen bis zum Feuervogel ist das immerhin eine recht weite Strecke.
Noch eine Seite
In den 1980er-Jahren arbeitete Tezuka weiter an langen Manga. Hidamari no Ki erzählt vom Übergang zwischen Edo- und Meiji-Zeit und greift mit dem Arzt Tezuka Ryōan die Geschichte seiner eigenen Familie auf. Adolf ni Tsugu verbindet drei Männer namens Adolf im Deutschland und Japan der NS-Zeit. Gleichzeitig entstanden experimentelle Animationen wie Jumping und der erste Teil von Legend of the Forest.
1988 wurde Tezuka wegen Magenkrebs im Krankenhaus behandelt. Selbst in dieser Zeit liefen mehrere Serien. Neo Faust und Gringo blieben unvollendet, ebenso sein Manga über Beethoven, Ludwig B. Osamu Tezuka starb am 9. Februar 1989 im Alter von sechzig Jahren.
Das Tezuka-Museum in Takarazuka nennt ungefähr 700 Manga-Titel und mindestens 150.000 gezeichnete Seiten. Zeitweise arbeitete er an sieben Serien gleichzeitig. Solche Zahlen erklären, warum sich um seine Deadlines so viele Geschichten sammeln.
Welcher von Tezukas „Stars“ ist euch zuerst begegnet: Astro, Saphir, Black Jack, Leo oder der Feuervogel?
Wichtige Lebensstationen
Osamu Tezuka wird am 3. November in Toyonaka geboren.
Mit Diary of Ma-chan veröffentlicht er seine erste Manga-Reihe.
New Treasure Island wird zu seinem ersten großen Erfolg.
Tezuka startet Astro Boy und schließt sein Medizinstudium ab.
Er gründet das Animationsstudio Mushi Productions.
Tezuka stirbt am 9. Februar im Alter von 60 Jahren.
Quellen und weiterführende Literatur
- Tezuka Osamu Official: Profil
- Tezuka Osamu Official: Princess Knight
- Tezuka Osamu Official: Phoenix
- Tezuka Osamu Manga Museum bei Google Arts & Culture
- Takarazuka Revue: Über das Ensemble
- Takekuma Blog: Anekdote zu Shōtarō Ishinomoris Hochzeit
- Matthieu Pinon und Laurent Lefebvre: A History of Modern Manga
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