Nachdem ich schon Doukyusei genossen hatte, brauchte ich natürlich auch die beiden Folgebände der “Classmates-Serie” von Asumiko Nakamura. Wie sie mir gefallen haben, erfahrt ihr in meiner Rezension.

Die beiden Bände können zwar durchaus auch einzeln gelesen werden, es empfiehlt sich aber, vorher Doukyusei zu lesen, um ungefähr zu wissen, was vor diesem Abschnitt der Story passiert wird. Die Classmates-Serie ist die erste, die von Nakamura auf Deutsch veröffentlicht wurde. In Japan aber ist sie eine bekannte Mangaka, in den USA gibt es derzeit neben dieser Reihe noch zwei Einzelbände.

ECKDATEN ZUM MANGA

Text&Zeichnungen: Asumiko Nakamura
Originaltitel: Sotsugyosei
Genre: Boys Love, Slice of Life, Romance
Verlag: Manga Cult
Preis: 10€ | Großformat

In zwei Bänden abgeschlossen

mehr Informationen & Leseprobe

Worum geht es?

Rihito, der stille, ernsthafte Klassenbeste und Hikaku, der unbekümmerte Träumer sind endlich ein Paar geworden und die Monate ziehen an ihnen vorbei. Bald ist das Schuljahr zu Ende und beide müssen sich nun entscheiden, wie ihre Zukunft aussehen soll. Während sie dabei auch immer wieder die Grenzen in ihrer Beziehung ausloten müssen, wird Rihito inmitten der Vorbereitungen für die Uni-Prüfungen von einem privaten Schicksalsschlag überrumpelt.

Meine Meinung

Sotsugyosei macht da weiter, wo Doukyusei aufgehört hat. Die Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren wächst weiter und das Paar muss sich verschiedensten Hürden stellen. Besonders ein Ereignis in Rihito Leben sorgt dafür, dass sie vor einer harten Geduldsprobe stehen. Rihito möchte alles alleine bewältigen, am Ende aber muss er erkennen, dass er es nicht schafft und nimmt die Hilfe von Hikaru an. Auch wenn ich auf Grund von Spoilern hier nicht genau auf diese Gegebenheit eingehen möchte, hat sie mir doch gefallen. Man konnte das Handeln der beiden Charaktere gut nachvollziehen und hat gesehen, wie sie am Ende stärker aus dieser Situation herausgekommen sind. Rihito nahm Hilfe an und Hikaru hat erkannt, dass er ihn nicht mit seiner Hilfsbereitschaft erdrücken darf.

Es ist eine Art Wendepunkt, wie ich finde, denn ab diesen Moment haben die beiden Charaktere ein sehr gutes Verständnis für die Gefühlswelt des jeweils anderen, die sich über die beiden Bände fortsetzt.

Ich mochte es dabei sehr, wie realistisch die jeweiligen Situationen und Wendepunkte waren. Es hat sich nicht so angefühlt, als würde die Mangaka jetzt unnötig ein großes Drama einführen müssen, damit die Geschichte “interessant” bleibt.

Dazu, dass Sotsugyosei unter vielen Boys Love-Manga heraussticht, sorgt auch Asumiko Nakamuras Artwork. Ihr Zeichenstil ist sicher nicht jedermanns Bier, mir persönlich gefällt er aber wirklich sehr. Es ist einzigartiger, sehr einfacher Stil, der aber trotzdem etwas sehr Ausdrucksstarkes besitzt. Ihre Figuren haben lange Oberkörper und Beine, sind allgemein eher dünn dargestellt. Erwachsene, männliche Charaktere haben zudem breite Schultern. Die Hintergründe sind oft sehr einfach gehalten und wirken leer, dennoch hat man als Leser kein Problem, herauszufinden, an welchem Ort sich die Personen gerade befinden.

Fazit & Bewertung

Mit Doukyusei hat Nakamura gut vorgelegt, in Sotsugyosei bleibt sie ihrem Stil treu und liefert eine runde Story über zwei junge Männer und ihre erste Liebe ab. Die Wendungen in der Geschichte sind gut nachvollziehbar und es macht Spaß, den Charakteren dabei zuzusehen, wie sie reifer werden und in ihrer Beziehung wachsen. Sotsugyosei und der Vorgänger ist für all diejenigen die perfekte Reihe, die einen ruhigen und realistischen Boys Love-Manga suchen.


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