The Golden Sheep

In der Kategorie “Ein Manga, drei Meinungen”, wird euch nicht nur eine Meinung zu einem Manga präsentiert, sondern drei und damit gleichzeitig auch drei unterschiedliche Einblicke zu einem Titel. Dieses Mal geht es um The Golden Sheep.

Mangaka Kaori Ozaki ist in Deutschland keine Unbekannte mehr. Vor Golden Sheep wurde bereits der Einzelband Our Summer Holiday sowie der Kurzgeschichten-Band Mermaid Prince von ihr veröffentlicht. Mit The Golden Sheep folgte bei Carlsen jetzt ihre erste längere Reihe. In Japan lief die Reihe von 2017 bis 2019 in der Afternoon. Insgesamt ist das Werk in drei Bänden abgeschlossen.

ECKDATEN ZUM MANGA

Story&Zeichnungen:
 Kaori Ozaki
Originaltitel: Kin no Hitsuji
Zielgruppe: Seinen | Genre: Slice of Life, Drama
Verlag: Carlsen Manga
Preis: 8,00€

In drei Bänden abgeschlossen

Weitere Information & Leseprobe

Worum geht’s?

Die Geschichte beginnt damit, dass Tsugu einige Jahre nach ihrem Wegzug mit ihrer Familie in ihre Heimatstadt zurückkehrt. Obwohl Tsugu nervös ist, in ihr altes Zuhause zurückzukehren, ist sie bestrebt, sich mit den Freunden ihrer Kindheit, Sora, Yuushin und Asari, wieder zu vereinen. Tsugu glaubt fest daran, dass sich in all der Zeit, in der sie fort war, nichts geändert hat. Doch während es an der Oberfläche so aussieht, verbirgt sich darunter die ernüchternde Wahrheit.

WIE WAR’S?

Kisara

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Kaori Ozaki hat mich mit ihrer Erzählkunst bereits mit ihren Einzelbänden überzeugen können. Es war für mich also selbstverständlich, dass ich mir auch The Golden Sheep nicht entgehen lassen werde
.
Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass die Kurzreihe ihr Meisterwerk ist. Zumindest für mich. Es ist eine wunderschöne, bittersüße und mitreißende Geschichte, wie aus dem echten Leben. Freundschaft, Liebe, Angst, Eifersucht und noch viele andere Gefühle, die Teenager auf dem Weg zum Erwachsensein begegnen.

Ozaki-sensei hat es geschafft, all die Emotionen glaubhaft rüberzubringen, so dass man förmlich mit Tsugu und Co. mitfiebern kann.

Für mich war das einzige, kleine Manko an der Reihe das Ende. Die ersten zwei Bände waren so schön und tiefgründig. Das Ende hingegen hat sich einfach nur unvollkommen angefühlt, als wäre die Mangaka dazu gezwungen worden, die Reihe in 3 Bänden abzuschließen. Noch 2-3 Bände hätten dem Manga nicht geschadet.

Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung von Fans von Slice of Life/Drama-Geschichten. (Auch die Einzelbände möchte ich euch ans Herz legen). Stellt euch aber darauf ein, dass euch das Ende auch ein bisschen enttäuschen wird.


feeliiingbooks

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Manchmal beginnt man nichtsahnend einen Manga zu lesen und muss schon nach den ersten paar Seiten schwer schlucken. So ging es mir mit ‚The Golden Sheep’ von Karo Ozaki. Die Story beginnt direkt mit einem Höhepunkt, der sehr deprimierend ist und erzählt dann langsam wie es dazu gekommen ist.

Es gibt vier Hauptcharaktere – vier Freunde, von denen eine namens Tsuga vor sechs Jahren weggezogen ist und nun wieder zurück in ihre Heimatstadt kommt. Sie hofft, sie kann ihre Freundschaft mit ihren drei ehemaligen Freunden wieder aufleben lassen und ist im ersten Moment total erleichtert, als sie feststellt, dass alles so wie damals scheint. Nur leider zeigt der weitere Verlauf der Geschichte, dass nichts so ist, wie es vor sechs Jahren war und Menschen sich aus den unterschiedlichsten Gründen verändern können. Die Geschichte ist geprägt von heftigen Themen wie Mobbing, Eifersucht und Suizidversuche, weswegen, ich hier eine Trigger-Warnung aussprechen möchte: Lest die Reihe nicht, wenn ihr auf solche Themen schlecht reagiert.

Die Reihe besteht aus 3 Bänden. Der erste Band ist wohl der heftigste Band, wo Themen wie Mobbing und Suizidversuche geschildert werden und man manche Charaktere einfach nur schütteln möchte. Die Gründe, die hinter dem Verhalten der Charaktere stecken, werden nach und nach in den Bänden ausführlich erklärt. Mir persönlich haben nur leider die Gründe nicht ausgereicht, um Verständnis für das Verhalten mancher Charaktere zu entwickeln – dafür war das Verhalten einfach zu fies! Vermutlich war ich deswegen auch vom Ende überrascht und vielleicht sogar etwas enttäuscht, weil ich ein anderes Ende erwartet hatte.

Die Story lebt von den unterschiedlichen Charakteren – egal ob Hauptcharakter oder Nebencharakter. Speziell die älteren Nebencharaktere brachten meist ein gewisses Maß an Comedy mit, was die Geschichte definitiv immer wieder aufheiterte. Es gab Charaktere, die man ins Herz schloss wie z.B. Tsuga und ihr Opi/Meister und es gab Charaktere, die ich bis zum Ende nicht leiden konnte – wie z.B. Yushin. Sorry, aber der hat einfach eindeutig paar Grenzen überschritten.

Insgesamt kann ich die Reihe empfehlen. Die Thematik von Freundschaft und deren Veränderung ist definitiv lesenswert. Wenn ihr Lust auf eine etwas düstere Geschichte habt, die nach und nach leichter wird – ist ‚The golden Sheep‘ definitiv etwas für euch! Aber Achtung! Am Ende des dritten Bandes wartet noch eine richtig heftige Bonusstory auf euch! Die hat zwar nichts mit der Hauptstory zutun, war aber echt verdammt traurig und schockierend. Seid gewarnt!


scarletswonderworld

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Tsugu kehrt zurück in ihre Heimat und freut sich ihre Kindheitsfreunde wieder zu sehen. Jedoch muss sie schnell feststellen, dass sich die Dinge verändert haben und ihre Freunde Sora, Asari und Yushin anders sind als früher.

Unsere Protagonistin Tsugu hat mir sehr gut gefallen! Auch wenn sie einem zuerst ein wenig stürmisch vorkommen mag, ist sie doch sehr sympathisch. Doch nicht nur sie ist ein interessanter Charakter. Generell fand ich auch, dass ihre Freunde tolle Charaktere sind, die alle ihre eigenen Probleme haben mit denen sie kämpfen. Und hier kommen wir zu einem besonderen Punkt: Die Geschichte behandelt die verschiedenen Probleme von Jugendlichen auf interessante Art und Weise. Jeder setzt sich auf seine eigene Art mit den Dingen auseinander. Auch wenn die Geschichte düstere Themen anspricht, so findet die Mangaka die richtigen Stellen um die Stimmung wieder aufzulockern.

Dieser Manga überzeugt aber nicht nur durch den Erzählstil, sondern auch durch den schönen Zeichenstil von Kaori Ozaki. Das Charakter-Design hat mir sehr gut gefallen.

Alles in allem, ist es eine sehr unterhaltsame aber auch ernste Geschichte, die sich mit dem schwierigen Weg zum Erwachsen werden auseinandersetzt. Und das auf eine so schöne Weise, dass einem 3 Bände schon fast zu kurz erscheinen.

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