Bilder der Liebe - Rezension

Nach Vogelkäfig Syndrom habe ich mit dem Oneshot Bilder der Liebe den nächsten Manga von Akaza Samamiya gelesen. Darin geht es um die Schülerin Sakurano, welche zwar gerne zeichnet, aber fürchtet, dass ihre Bilder verflucht sind und daher niemanden ihre Bilder zeigen möchte.

Akaza Samamiya dürfte dem deutschen Publikum vor allem durch ihre Werke Vogelkäfig Syndrom und Bloody Mary bekannt sein. Erschienen sind von ihr inzwischen aber auch andere Manga, darunter Bilder der Liebe, welcher 2013 in Japan erschien und 2015 von Tokyopop nach Deutschland geholt wurde.

ECKDATEN ZUM MANGA

Text&Zeichnungen: Akaza Samamiya
Originaltitel:  Hatsukoi Canvas
Zielgruppe: Shojo | Genre: Romance
Verlag: Tokyopop
Preis (Ebook-Version): 4,99€ , Printausgabe: 6,95€

Abgeschlossen in einem Band

Worum geht’s?

Die Oberschülerin Sakurako zeichnet gerne. Als es jedoch in ihrer Grundschulzeit zu Vorfällen und Unglücken kommt, sobald ihre Mitschüler ihr Bild sehen, glaubt sie daran, dass ihre Bilder verflucht sind und möchte, dass niemand mehr ihre Zeichnungen zu Gesicht bekommt. Alles ändert sich, als sie ihr Skizzenbuch verliert und dieses von ihrem Mitschüler Akiharu gefunden wird.

Wie war’s?

Die Handlung dreht sich vor allem in den ersten beiden Kapiteln um Sakurako und Akiharu. Des Weiteren werden Nebencharaktere eingeführt, deren Geschichten in den folgenden Kapiteln des Bandes mehr in den Vordergrund rücken. Insgesamt verläuft die Handlung sehr schnell und eigentlich hat Sakurako bereits im ersten Kapitel ihre Angst vor dem Zeichnen völlig überwunden, was dem Band viel an Substanz und Tiefe nimmt. Zwar können auch die Geschichten der anderen Charaktere durchaus mitreißen, aber auch hier fehlt es einfach an Entfaltungsraum und Entwicklungen passieren sehr schnell.

Sakurako kann als Hauptfigur schwer überzeugen und ist leider eine der typischen Shojo-Charaktere, die ein wenig schwer vom Begriff sind. Wenn ihre Angst, anderen ihre Bilder zu zeigen, durchaus noch nachvollziehbar ist, ist sie im weiteren Verlauf doch etwas naiv und insbesondere was ihre Gefühle zu Akiharu mehr als ungeschickt. Insbesondere deshalb, weil Akiharu seine Gefühle für sie mehr als deutlich macht und es eigentlich keine Missverständnisse geben sollte. Mit Konflikten geht sie ziemlich unbeholfen um und kann so kaum eine Vorbildrolle einnehmen. Akiharu ist da deutlich ausgereifter und überzeugt durch eine abgeklärte Art. Auch die Nebencharaktere sind der Mangaka deutlich besser gelungen als die eigentliche Protagonistin.

Auf künstlerischer Ebene kann Akaza Samamiya in dem Oneshot einmal mehr mit ihrem Zeichenstil die Shojo-Herzen höher schlagen lassen. Die Mangaka zeichnet sehr feine Striche und ihr Stil hat etwas Fragiles und Zerbrechliches. Der Fokus liegt dabei klar auf dem Charakterdesign und deren Mimik und Gestik. Auch mit Verzierungen ihrer Panels spart die Mangaka nicht.

Fazit & Bewertung

Bilder der Liebe dürfte nicht für jeden Geschmack etwas sein. Wer vor allem auf einen außergewöhnlichen Zeichenstil wert legt, der ist bei dem Oneshot genau an der richtigen Adresse, wer aber den Fokus mehr auf einer guten und nachvollziehbaren Geschichte hat, der könnte bei diesem Oneshot enttäuscht werden. Denn leider gelingt es der Mangaka aus meiner Sicht nicht, eine glaubwürdige und tiefgehende Story zu schaffen. Zumindest mein Anspruch an diese Geschichte war deutlich höher.

Bilder der Liebe ist im umfassenden Katalog der Online-Comic-Plattform izneo enthalten. Auf Izneo findest du ein großes Angebot an europäischen & amerikanischen Manga, Graphic Novels sowie Comics, welche du über verschiedene Endgeräte, wie Smartphone, Tablet oder sogar die Nintendo Switch lesen kannst. Dort, wie auch hier unter dem Beitrag, steht euch auch eine kostenlose Leseprobe zur Verfügung. So könnt ihr in Ruhe in den Titel hereinschnuppern.

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