Blue Summer Haze (Band 1)

Blue Summer Haze (Band 1)

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23. August 2026 · Englische Manga
Blue Summer Haze (Band 1)

Makoto hat jahrelang auf die Rückkehr seines besten Freundes Shusuke gewartet. Doch als dieser plötzlich an seine Schule wechselt, spielt er kein Baseball mehr – und Makotos Catcher Hokuto hat längst eigene Gefühle für ihn. Blue Summer Haze erzählt von einem sanften Liebesdreieck, alten Verletzungen und drei Jungen, denen man eigentlich allen ein gutes Ende wünscht.

Manga-Daten

Originaltitel
Ao to Kagerō
Mangaka
Dondon
Verlag
Kodansha
Veröffentlichung
07.07.2026
Seitenzahl
192 Seiten
ISBN
9798888778333
Sprache / Ausgabe
Englisch
Übersetzung
Jacqueline Fung
Genre
Boys Love, Queer, Sports
Preis
10,49 €

Hinweis: Englischsprachige Manga unterliegen keiner Preisbindung. Der angegebene Preis kann entsprechend abweichen.

Passt der Manga zu dir?

Für dich, wenn …

  • … du gefühlvolle BL magst, die sich viel Zeit für ihre Figuren und deren komplizierte Gefühle nehmen.
  • … du Liebesdreiecke lieber ohne Intrigen und einen offensichtlichen Bösewicht hast.
  • … du einen soften BL suchst, bei dem Gefühle wichtiger sind als explizite Szenen.
  • … du damit leben kannst, dass Baseball vor allem die drei Jungen miteinander verbindet und nicht ständig gespielt wird.

Eher nicht für dich, wenn …

  • … dich Liebesdreiecke grundsätzlich eher nerven.
  • … du wenig Geduld mit Figuren hast, die ihre Gefühle verdrängen oder sich plötzlich zurückziehen.
  • … du bekannte BL-Klischees möglichst komplett vermeiden möchtest.

Stimmung

Sanft · gefühlvoll und melancholisch

Themen

Freundschaft und Liebe · Wiedersehen · alte Versprechen · Liebesdreieck · Eifersucht · Verlust

Auf das Wiedersehen mit Shusuke hat Makoto jahrelang gewartet, doch mit dem, was danach passiert, hat er vermutlich nicht gerechnet.

Blue Summer Haze stammt von Dondon und trägt in Japan den Originaltitel Ao to Kagerou. Die Reihe startete am 10. Dezember 2023 im digitalen BL-Magazins Honey Milk von Kodansha. Der erste japanische Sammelband erschien am 9. August 2024. Die englische Ausgabe wird seit dem 7. Juli 2026 von Kodansha USA veröffentlicht. In Japan soll die Reihe mit dem fünften Band abgeschlossen werden.

Worum geht es?

Makotos schönste Kindheitserinnerungen hängen mit Baseball und seinem besten Freund Shusuke zusammen. Die beiden bildeten früher als Pitcher und Catcher ein eingespieltes Team und versprachen sich, sich eines Tages bei einem Spiel im Koshien-Stadion wiederzusehen. Doch dann zog Shusuke plötzlich weg und ließ Makoto ohne eine richtige Erklärung zurück.

Inzwischen besucht Makoto die Oberschule und ist der beste Pitcher seines Baseballteams. An seiner Seite spielt Hokuto, der aktuelle Catcher und Kapitän der Mannschaft. Die beiden funktionieren auf dem Spielfeld hervorragend zusammen. Trotzdem hat Makoto Shusuke nie vergessen und hauptsächlich deshalb weiter Baseball gespielt, weil er noch immer an ihrem alten Versprechen hängt.

Als Shusuke ausgerechnet im letzten Schuljahr an Makotos Schule wechselt, ist das Gefühlschaos perfekt. Vor allem, weil Shusuke inzwischen nicht mehr Baseball spielt und Hokuto ebenfalls mehr für Makoto empfindet, als dieser zunächst ahnt.

Wie war’s?

Manchmal trifft einen das Drama in einem Manga einfach genau richtig. Blue Summer Haze schafft das bei mir erstaunlich gut, ohne dass die Geschichte dadurch nur noch deprimierend wird.

Makoto macht es einem am Anfang allerdings nicht unbedingt leicht. Er ist verschlossen, schnell gereizt und fährt seine Mitmenschen regelmäßig an. Hinter dieser stacheligen Art steckt aber ein sehr sensibler Junge, der den Verlust seines besten Freundes nie wirklich verarbeitet hat. Für Makoto war Baseball all die Jahre nicht nur ein Sport. Es war seine letzte Verbindung zu Shusuke und die Hoffnung, ihn irgendwann wiederzusehen. Dadurch konnte ich recht schnell verstehen, warum ihn dessen plötzliches Auftauchen vollkommen aus der Bahn wirft.

Zuerst sieht alles ein wenig nach einem dieser typischen Missverständnisse aus, die man mit einem einzigen Gespräch klären könnte. Überraschenderweise führen Makoto und Shusuke dieses Gespräch tatsächlich. Makoto sagt offen, wie sehr Shusukes Verschwinden ihn verletzt hat, und auch Shusuke erklärt zumindest teilweise, was damals passiert ist.

Damit ist das Problem aber nicht einfach gelöst. Gefühle sind nun einmal ziemlich chaotisch.

Shusuke hatte offenbar mit großen familiären Problemen zu kämpfen und wirkt noch immer verloren. In diesem ersten Band bekommen wir davon nur einzelne Einblicke, aber man merkt schnell, dass sein damaliger Umzug und seine Entscheidung, Baseball aufzugeben, nicht freiwillig waren. Gleichzeitig fällt es ihm schwer, sich seine Gefühle für Makoto überhaupt selbst einzugestehen. An einer Stelle greift die Geschichte dabei leider auf ein recht bekanntes BL-Klischee zurück. Shusukes Rückzug wirkt etwas zu vorhersehbar und für mich auch ein wenig künstlich, besonders weil Makoto und Hokuto ansonsten so offen mit dem Thema umgehen. Das hätte es vermutlich nicht gebraucht.

Und dann ist da noch Hokuto. Hokuto ist wesentlich ehrlicher als Shusuke und lässt seine Gefühle recht deutlich erkennen. Er ist außerdem derjenige, der in den vergangenen drei Jahren an Makotos Seite war, mit ihm trainiert hat und genau weiß, wie er mit dessen schwieriger Art umgehen muss. Dadurch fühlt er sich nicht wie ein beliebig eingefügter Rivale an. Seine Beziehung zu Makoto hat eine eigene Grundlage und ist genauso wichtig wie die gemeinsame Vergangenheit von Makoto und Shusuke.

Das Liebesdreieck bleibt in diesem ersten Band erstaunlich sanft. Keiner der drei Jungen ist wirklich gemein und es gibt keinen offensichtlichen Bösewicht, dem man die Schuld für das ganze Chaos geben könnte. Alle drei sind auf ihre eigene Art sympathisch, aber auch ziemlich schlecht darin, mit ihren Gefühlen umzugehen. Um ehrlich zu sein, wollte ich zwischenzeitlich fast, dass sie einfach zu dritt glücklich werden. Sie sind alle viel zu nett.

Wer bei BL sofort an viele explizite Szenen denkt, bekommt hier übrigens etwas ganz anderes. Blue Summer Haze ist zumindest in diesem Band sehr soft und konzentriert sich auf die Gefühle der Figuren. Trotzdem ist die Geschichte nicht vollkommen harmlos oder oberflächlich. Die Unsicherheit, Eifersucht und alte Verletzungen sind immer da, sie erdrücken den Manga aber nicht.

Der Zeichenstil von Dondon passt gut dazu. Die Zeichnungen sind weich und hübsch, besonders die großen Augen von Makoto bilden einen schönen Gegensatz zu seiner abweisenden Art. Baseball selbst wird allerdings nicht besonders häufig oder spektakulär gezeigt. Wer einen klassischen Sport-Manga mit langen, dynamischen Spielen erwartet, könnte deshalb etwas enttäuscht sein. Der Sport dient hier vor allem als Verbindung zwischen den drei Jungen und als Hintergrund für ihre gemeinsame Geschichte. Mich hat das nicht gestört, da ich ohnehin stärker an den Charakteren interessiert war.

Dieser erste Band ist insgesamt noch recht einführend. Er nimmt sich Zeit für Makoto, Shusuke und Hokuto und erklärt, wie ihre Beziehungen zueinander entstanden sind. Gerade deshalb haben mich die letzten Seiten ziemlich unvorbereitet getroffen. Ich brauche die Fortsetzung. Möglichst bald.

Fazit

Blue Summer Haze verbindet Baseball, Jugenddrama und ein ungewöhnlich sanftes Liebesdreieck. Ein paar bekannte BL-Klischees hätte die Geschichte für mich nicht gebraucht, aber die sympathischen Figuren und ihre komplizierten Gefühle haben das schnell ausgeglichen. Wer einen gefühlvollen Sports-BL mit etwas Angst, hübschen Zeichnungen und drei Jungen sucht, denen man eigentlich allen ein gutes Ende wünscht, sollte sich diesen Manga ansehen.

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