Die mit den Wölfen spielt - Rezension

Mit “Die mit den Wölfen spielt” habe ich nach langer Zeit mal wieder einen Romance-Einzelband gelesen. Gleichzeitig war es auch mein erster Manga von Yuki Shiraishi. Wie er mir gefallen hat, erfahrt ihr in meiner Rezension.

Die Reihe ist nicht das erste Werk von Yuki Shiraishi auf dem deutschen Markt. Bei Tokyopop sind von der Mangaka inzwischen sieben Titel herausgekommen. Bekannt dürfte sie vor allem für “Fesseln der Liebe” sein, einem der ersten Werke, die von ihr in Deutschland erschienen sind.

ECKDATEN ZUM MANGA

Text&Zeichnungen: Yuki Shiraishi
Originaltitel: Okami domo no shitsukekata
Zielgruppe: Shojo | Genre: Romance
Verlag: Tokyopop
Preis (Ebook-Version): 4,99€ , Printausgabe: 6,95€

Worum geht es?

Nach einer Schlägerei an seiner alten High School landet Keiji auf der Origawa, die auch als „Knastschule“ bezeichnet wird und auf der ein rauer Umgangston herrschen soll. Er staunt allerdings nicht schlecht, als ihm das einzige Mädchen der Schule, Nozomi, als Anführerin der Klasse vorgestellt wird. Obwohl er eigentlich nichts lieber möchte, als von allen in Ruhe gelassen zu werden, nimmt er nach mehrmaligem Aufdrängen von Nozomi schließlich doch an einem Klassenprojekt teil, welches darin besteht, einen Wagen für eine Motorenmeisterschaft zu bauen. Auch wenn er versucht, kein Interesse zu gewinnen, zieht ihn Nozomi doch immer mehr in seinen Bann.

Meine Meinung

Von der Handlung her überzeugt “Die mit den Wölfen spielt” mit einem bisher unverbrauchten Schulsetting. Bei der sogenannten “Knastschule ” handelt es sich um eine Schule, bei der vor allem technische Dinge im Vordergrund stehen und es geht deutlich rauer zu als in sonstigen Shojo-Romance-Settings.

Leider empfand ich es dann in der Tiefe dann doch nicht so abwechslungsreich, wie es die Kurzbeschreibung verspricht. Am Ende waren es doch irgendwie wieder die typischen Klischees und Verläufe einer Shojo-Romanze. Da hatte ich mir einfach mehr erhofft. Dadurch, dass es sich um einen Einzelband handelt, verlief das Ganze auch ein wenig überstürzt und es blieb kaum Raum, das die Handlung sich entfalten konnte. Bereits auf wenigen Seiten hatte sich zwischen den beiden Hauptcharakteren die Beziehung entwickelt und die beiden folgenden Kapitel haben auch nur wenig Abwechslung geboten, bei denen nicht schon der Handlungsverlauf klar gewesen wäre.

Bei den Charakteren empfand ich es ähnlich wie bei der Handlung. Die Rahmenbedingungen für ein hohes Potential waren gegeben, wurden aber in meinen Augen nicht wirklich genutzt und die Charaktere wurden am Ende auf wenige, doch für Shojo-Manga typische Elemente reduziert.

Nozomi erscheint zunächst wie ein durchschnittliches Mädchen, welches einfach gerne dem Basteln an Autos nachgeht. Sie ist der “Boss” der Klasse. Nozomi ist extrovertiert und hängt sich voll rein. Dennoch hatte sie einen naiven Touch an sich und auch ihr “Geheimnis” fand ich dann nicht ganz so neu und schon etwas abgenutzt.

Keiji ist das Gegenteil von Nozomi. Er möchte zunächst mit niemandem etwas zu tun haben und wirkt eher verschlossen. Allerdings verliert er auch schnell seine Fassung, wenn jemand ihm nicht in den Kram passt. Keiji wird jedoch schnell gezähmt und verkörpert für mich eher den typischen “Bad Boy-Typen” im Shojo-Genre, die am Ende doch nur auf den ersten Blick angsteinflößend wirken.

Der Zeichenstil von Yuki Shiraishi geht in eine niedliche Richtung und legt den Fokus vor allem auf die Figuren. Die Hintergründe sind eher einfach gehalten oder es wird komplett darauf verzichtet.

Neben der Hauptstory gibt es in dem Band zudem eine Kurzgeschichte, die mir persönlich sogar etwas mehr zugesagt hatte als die Titel-Story. Dort konnte ich die Gefühle der Hauptfigur deutlich besser nachvollziehen.

Fazit & Bewertung

“Die mit den Wölfen spielt”, hat einen interessanten Aufhänger, unter der Oberfläche aber folgt der Einzelband leider den typischen Romance-Schemata und hatte nur eine seichte Story zu bieten, die etwas vor sich dahinplätschert. Für zwischendurch ein netter Manga, aber für mich keiner, der lange in Erinnerung bleibt.

Für Fans von seichten Shojo-Romancen aber konnte der Einzeltitel genau das richtige sein.

Die mit den Wölfen spielt” und viele weitere Manga-Titel findet ihr auf der Comic-Plattform izneo. Dort, wie auch hier unter dem Beitrag, steht euch auch eine kostenlose Leseprobe zur Verfügung. So könnt ihr in Ruhe in den Titel hereinschnuppern. Ihr könnt izneo auf allen Geräten die iOS oder Android unterstützen herunterladen sowie über den Browser besuchen. Neu ist zudem eine Nintendo Switch-App.

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