Rezension Herzenswünsche

Der Manga Herzenswünsche bietet dem Leser drei Kurzgeschichten rund um das Thema der ersten Liebe, wobei die namensgebende Hauptstory den größten Platz in dem Band einnimmt.

Gezeichnet ist der Band von Marina Umezawa und es war gleichzeitig auch das erste Werk von ihr, welches es auf den deutschen Markt schaffte. Zwei weitere sind dem Band inzwischen gefolgt. Erschienen ist der Einzelband im Jahr 2018.

ECKDATEN ZUM MANGA

Text&Zeichnungen
: Marina Umezawa
Originaltitel: Hatsukoi Wazurai
Zielgruppe: Shojo | Genre: Romance
Verlag: Tokyopop
Preis (Ebook-Version): 4,99€ , Printausgabe: 6,95€

Abgeschlossen in einem Band

Worum geht’s?

Der Band Herzenwünsche vereint insgesamt drei Kurzgeschichten, von denen die erste Geschichte den größten Platz einnimmt. Verbunden werden die Geschichten durch das Thema der ersten Liebe und das Verliebtsein.

Wie war’s?

Von der Story her bietet Herzenswünsche leider nicht viel Abwechslung von den üblichen Romance-Geschichten in der Shojo-Kategorie. Alle drei Geschichten in dem Band waren vorhersehbar und gingen nicht wirklich in die Tiefe.

Bei Herzenswünsche, die als Hauptstory mit drei Kapiteln den größten Teil des Bandes einnahm, fällt das besonders ins Gewicht. In dieser Geschichte geht es um die erste Liebe und das Gefühl, was Liebe überhaupt ist. Natürlich verliebt sich das Mädchen – in diesem Fall Hotaru – sofort in den Jungen, der als der große Märchenschwarm der Schule gilt, ein Playboy-Image hat und ihr mit großer Brust erklärt, dass er sie in Sachen Liebe unterrichtet. Der Verlauf dieser Geschichte war leider schon nach wenigen Seiten klar, wenn man bereits länger Manga liest und einige der Standard-Romance-Geschichten kennt. So war dann auch das Ende keine wirklich große Überraschung und leider auch noch überhastet und auf Kosten eines anderen Charakters geschrieben.

Die Charaktere in der Geschichte gingen leider auch nicht recht in die Tiefe oder konnten hervorstechen. Es war einfach zu Bekannt: Hotaru die teilweise naive, aber aufgeweckte Protagonistin und Shinri, der zwar behauptet, sich in Sachen Liebe hervorragend auszukennen, am Ende aber niemals wirklich verliebt war und natürlich in ihr diese erste Liebe findet.

In der zweiten Geschichte mit dem Namen Der rote Schicksalsfaden hat die Mangaka mit einer frischeren Idee und Mayu hat eine besondere Brille, mit der sie den roten Schicksalsfaden sehen kann, der Menschen verbindet, die sich nah sind. Aber auch hier ist eigentlich schon schnell klar, in welche Richtung die Story gehen wird und entfalten kann sie sich über die kurze Seitenzahl leider nicht. Ähnlich ist es bei der dritten Geschichte der Fall, in der es um ein Mädchen geht, welches lange im Krankenhaus war und dort durch eine Stimme in einem Radio Kraft bekommen hatte. Als sie zurück in die Schule kommt, trifft sie durch einen Zufall auf einen Jungen, dessen Stimme, der aus dem Radio ähnelt und gesteht ihm überstürzt ihre Liebe.

Dadurch, dass die Geschichten allesamt sehr kurz sind, geht es doch recht hektisch zu und die verschiedenen Charaktere haben nicht wirklich die Zeit, sich großartig zu entfalten.

Der Zeichenstil von Marina Umezawa ist vor allem für Shojo-Liebhaber*innen genau das Richtige. Ihr Stil geht zwar ins Skizzenhafte, ist aber sehr niedlich gehalten. Variationen, gerade was den männlichen Hauptcharakter angeht, blieben aber leider aus und äußerlich ähneln sie sich sehr.

Fazit & Bewertung

Der Einzelband Herzenswünsche konnte mich am Ende nicht ganz überzeugen. Die Geschichten waren zu oberflächlich und vorhersehbar, um wirklich mitfiebern zu können. Besonders bei der zweiten Geschichte hätte ich mir mehr Raum gewünscht.

Wenn man aber süße, romantische Geschichten mag, die nicht unbedingt große Tiefe in der Story und dem Charakterdesign brauchen, könnte der Band genau das passende für Leseminuten für zwischendurch sein.

Herzenswünsche und viele weitere Manga-Titel findet ihr auf der Comic-Plattform izneo. Dort, wie auch hier unter dem Beitrag, steht euch auch eine kostenlose Leseprobe zur Verfügung. So könnt ihr in Ruhe in den Titel hereinschnuppern. Ihr könnt izneo auf allen Geräten die iOS oder Android unterstützen herunterladen sowie über den Browser besuchen. Neu ist zudem eine Nintendo Switch-App.

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