Rezension Somali und der Gott des Waldes Band 3 und 4

Somali und der Golem sind auf der Suche nach dem “Ort am Ende der Welt”, von dem sie sich wichtige Informationen zum Verbleib der letzten Menschen erhoffen. Auf ihrer Reise stoßen sie aber nicht nur auf neue Freunde, sondern auch gefährliche Kreaturen, die hinter Somalis Geheimnis zu kommen scheinen.

Somali und der Gott des Waldes hat im ersten Band einen ruhigen Start mit episodischen Erzählungen hingelegt, ab dem zweiten Band jedoch werden diese Episoden immer länger und umfassen meist gut einen Band oder etwas mehr.

In der Rezension versuche ich, auf große Spoiler zu verzichten, bedenkt aber bitte, dass ich manchmal auch wichtige Teile der Handlung erzählen muss, um meine Meinung verständlich zu reflektieren. Wollt ihr sicher gehen, nicht gespoilert zu werden, interessiert euch aber für die Reihe, schaut in meine Rezension zu Band eins rein.

ECKDATEN ZUM MANGA

Text&Zeichnungen
: Yako Gureishi
Originaltitel: Somari to Mori no Kamisama
Kategorie: Seinen | Genre: Fantasy, Slice of Life
Verlag: Manga Cult
Preis: 10,00€ | Großformat

Mehr Informationen & Leseprobe

Worum geht’s?

Somali und der Golem sind auf der Suche nach dem geheimnisvollen „Ort am Ende der Welt“, von dem sie sich neue Hinweise auf den Verbleib der letzten Menschen und vielleicht Somalis Eltern erhoffen. Doch es wird immer deutlicher, dass Somali der Abschied von ihrem “Vater” nicht leichtfallen wird und ihr eigentlicher Wunsch es ist, an der Seite des Golems zu bleiben. Doch da seine Zeit begrenzt ist, ist dies keine Option.

Wie war’s?

Die beiden Bände der Reihe können den Leser einmal mehr mit einer ruhigen, aber durchaus packenden Atmosphäre in den Bann ziehen. Insgesamt befinden sich in den beiden Bänden ungefähr drei Arcs. Der erste ist das Ende der im zweiten Band begonnen Episode, im zweiten Arc stoßen die beiden auf ein ungleiches Paar, welches ein dunkles Geheimnis verbirgt, ehe sie dann zum Ende des vierten Bandes auf alte Bekannte treffen, die wir bereits aus dem ersten Band kennen.

Was die ersten beiden Episoden verbindet, ist der Wunsch nach Geborgenheit sowie eine Lüge. Wie haben auf der einen Seite den Golem, der Somali über die Zukunft belügt, später treffen sie auf eine Gestalt, die ebenfalls eine Lüge verbirgt, die allerdings weitaus größer ist als die des Golems. In dieser Episode werden auch Themen aus dem zweiten Band wieder aufgegriffen und die Mangaka zeichnet ein ausgeglichenes Bild von Gut und Böse. Wir erfahren die Geschichte, in dem sowohl die Anderswesen als auch die Menschen für einen Strudel aus Mord und Totschlag verantwortlich sind und beide Parteien Schuld mit sich tragen. Gleichzeitig gibt die Mangaka aber auch Hoffnung und einen Lichtblick, in dem sie zeigt, dass Vergebung eines der wichtigen Bausteine im Miteinander ist.

Im finalen Arc des vierten Bandes treffen sie auf Shizuno und Yabashira, ein Paar von Anderswesen, die wir bereit aus dem ersten Band kennen. Sie entscheiden sich, einen Weg der Reise gemeinsam zu bewältigen. Dabei zeigt sich, dass Shizunos Interesse nicht nur bei dem Golem liegt, sondern auch bei Somali. Der Band endet damit, dass er den Golem darauf anspricht, dass er Somali für einen Menschen hält. Bedrohung aber scheint nicht von ihm auszugehen und er möchte lediglich erfahren, wie das ungleiche Paar aufeinandertraf und weshalb sie den Golem als ihren Vater bezeichnet.

In diesen beiden Bänden bekommt die Charakterisierung von Somali und dem Golem zudem neue Tiefe. Wir erfahren, wie viel Somali an ihrem Begleiter liegt und was ihre größten Wünsche sind. Auch scheut sie nicht vor Gefahr, damit diese in Erfüllung gehen und legt ihre Hoffnungen auf eine winzige Legende, um eine Möglichkeit zu finden, dass er für immer an ihrer Seite bleibt. Beim Golem hingegen regen sich immer mehr Emotionen und von einem Wesen, welches nichts empfindet, ist er weit entfernt. Auch vor einer Lüge schreckt er nicht mehr zurück, wenn auch diese nur den Zweck hat, um Somali ein gutes Gefühl zu vermitteln und zu schützen.

Die Zeichnungen bleiben verspielt und fantasievoll, wodurch sie der Serie viel Leben einhauchen können. Auch die Charakterisierung der verschiedenen Anderswesen weiß mit viel Ideenreichtum zu überzeugen. Zwar sind sie häufig an reale Mysterien und Tiere angelehnt, haben aber doch auch immer etwas Eigenständiges.

Fazit & Bewertung

Somali und der Gott des Waldes kann auch in den Bänden vier und fünf wieder auf ganzer Linie überzeugen und bietet dem Leser einen reflektieren Blick auf das Gegenpaar Gut und Böse. Auch die Hauptcharaktere wachsen weiter und erhalten mehr Emotionen und Tiefe.

Wer ruhigere Fantasy-Abenteuer sucht, die aber dennoch eine tiefere und zuweilen dunkle Thematik haben, der wird bei Somali und der Gott des Waldes auf jeden Fall fündig werden.

Weitere rezensierte Bände der Serie:
Band 1
Band 2

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