Rezension: The Witch and the Beast (Band 1)

The Witch and the Beast ist laut Kodansha eine Mischung aus Fullmetal Alchemist und Cowboy Bebop. Große Fußstapfen also, in die das Debütwerk von Kousuke Satake treten muss. Ob das gelingt, dem bin ich in meiner Rezension auf den Grund gegangen.

Aufmerksam geworden bin ich auf The Witch and the Beast durch das Cover. Die dunklen Töne darin hatten mich auf den ersten Blick angesprochen und auch der Klappentext klang interessant. Zudem bin ich großer Fan von Fullmetal Alchemist und Cowboy Bebop, weshalb mich Kodansha mit diesem kleinen Marketing-Teaser sofort bekommen hat. Ich wollte unbedingt erfahren, was wirklich in dem Titel steckt.

The Witch and the Beast ist das Debüt-Werk von Kousuke Satake. Der Titel erscheint seit 2016 im “Young Magazine the 3rd” beim Verlag Kodansha und bringt es aktuell auf sieben Sammelbände.

ECKDATEN ZUM MANGA

Story&Zeichnungen
: Kousuke Satake
Originaltitel: Majyo to Yajyuu
Zielgruppe: Seinen | Genre: Fantasy, Action
Verlag: Kodansha
Preis (Ebook-Version): 9,49€ | Printausgabe: 12€ (da auf engl. Manga keine Preisbindung besteht, kann der Preis variieren)

Worum geht’s?

Ashaf: ein ruhiger Mann mit zarten Gesichtszügen, einem Sarg am Rücken und einem Gefolge schwarzer Krähen. Guideau: ein wildes, gewalttätiges Mädchen mit langen Zähnen und den Augen eines Tieres. Dieses bedrohlich wirkende Paar erscheint eines Tages in einer Stadt, um eine Hexe ausfindig zu machen. Doch anders als vermutet, leben die Bewohner der Stadt gar nicht in Angst und Schrecken, sondern sind voll und ganz von der Gutmütigkeit ihrer Hexe überzeugt. Liegt das Paar falsch oder verbirgt sich mehr hinter dem schönen Schein?

Wie war’s?

In The Witch and the Beast folgen wir den beiden Hauptcharakteren Guideau und Ashaf auf ihrer Reise. Guideau ist ein aufbrausendes Mädchen mit Fangzähnen. Ashalf ist hingegen ruhig und bedacht. Er trägt einen Sarg auf dem Rücken. Sie sind Mitglieder der Organisation “Order of Magical Resonance”, die sich um magische Probleme in der Welt kümmert. Guideau aber verfolgt noch ein weiteres Ziel: Sie ist auf der Suche nach einer Hexe, die sie mit einem Fluch belegt hat. Denn nur die Hexe, die diesen Fluch ausgesprochen hat, kann diesen auch wieder lösen. Umso mürrischer ist sie, als nicht tagtäglich ein Auftrag kommt, der mit Hexen zu tun hat.

The Witch and the Beast folgt im ersten Band einer episodischen Handlung und man erhält nach einem einführenden Arc eine etwas kürzere Episode, die vor allem dazu dient, den Leser*innen das Miteinander der Charaktere nahezubringen. Im Anschluss daran folgt dann wieder eine größere Geschichte, die über den ersten Band hinausgeht und im zweiten Band seine Fortsetzung finden wird.

Kousuke Satake schafft es, in dem Manga ein gutes Wordbuilding zu schaffen. Die Fantasy-Welt ist an die reale Welt angelehnt, bei dem die Magie neben den modernen Errungenschaften der Technik existiert. Die Welt ist dabei durchaus düster gehalten und vor blutigen und gewalttätigeren Szenen wird nicht zurückgeschreckt. Ashaf und Guideau ergänzen sich dabei sehr gut und es gelingt, eine gute Dynamik zwischen den Charakteren zu schaffen. Während Guideau oft ihre Grenzen nicht kennt, ist Ashaf an ihrer Seite, um dafür zu sorgen, dass sie nicht ohne nachzudenken darauf losstürmt und sich in Schwierigkeiten bringt. Auch lässt er sich durch seine ruhige Art von ihrem Temperament nicht so leicht aus der Fassung bringen. Erfreulich ist dabei, dass die Frauen, die in dem ersten Band vorkommen, allesamt einen starken und runden Charakter haben. Guideau steht die gesamte Zeit über auf einer Ebene mit Ashaf und steht ihm insbesondere in den Kämpfen in Nichts nach.

Herausstechen kann der Manga aber vor allem durch das Artwork. Satakes Debüt-Manga vereint Noir und fantastische Ästhetik miteinander. Die Charaktere sind fein gezeichnet und gut ausgearbeitet, ebenso gibt es detaillierte Hintergründe, die die Leser*innen in eine fantastische Welt eintauchen lassen. Satake stellt Bewegungen dynamisch dar und beeindruckt in dem ersten Band mit einzigartigen, atemberaubenden Splash-Seiten. Auch die Komposition der Panels ist sehr gut gelungen und der Geschichte kann in einem guten Lesefluss gefolgt werden. Emotionen von Freude, bis hin zu Wut und Hilflosigkeit werden gut in den Illustrationen ausgedrückt, sodass man sich immer mittendrin fühlt.
Hinzu kommen gut ausgearbeitete Dialoge, die immer den passenden Ton haben und natürlich wirken.

Fazit & Bewertung

Den Mix aus Fullmetal Alchemist und Cowboy Bebop möchte ich dem Manga nach dem ersten Band noch nicht bescheinigen. Klar ist aber, dass mit The Witch and the Beast Kousuke Satake ein außerordentliches Debüt-Werk gelungen ist, welches mich sowohl storytechnisch als auch vom Handwerklichen in Artwork und Panelführung überzeugen konnte.

The Witch and the Beast ist ein Titel, bei dem ich sicherlich dranbleiben werde, um mehr über das ungleiche Paar und ihren Weg zu erfahren.

The Witch and the Beast ist im umfassenden Katalog der Online-Comic-Plattform izneo enthalten. Auf Izneo findest du ein großes Angebot an europäischen & amerikanischen Manga, Graphic Novels sowie Comics, welche du über verschiedene Endgeräte, wie Smartphone, Tablet oder sogar die Nintendo Switch lesen kannst. Dort, wie auch hier unter dem Beitrag, steht euch auch eine kostenlose Leseprobe zur Verfügung. So könnt ihr in Ruhe in den Titel hereinschnuppern.

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