Herzlich willkommen auf meinem Mangablog. Hier findet ihr Rezensionen zu deutschen und englischen Manga sowie Beiträge über Themen und Aspekte, die mich an dem Medium interessieren. Ab und an schaue ich auch über den Tellerrand hinaus und schnuppere in Comic-Kunst abseits Japans hinein.

Urataro: Death Seeker (Band 1)

Urataro: Death Seeker (Band 1)

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Mit Urataro: Death Seeker bringt Egmont in den nächsten Monaten einen neuen Mangaka auf den deutschen Markt. Die Reihe stammt von Atsushi Nakayama und lief ab Juli 2016 bis zum September 2017 im Seinen-Magazin Young Jump. In der Sammelausgabe wird der Titel sechs Bände umfassen.

Angesprochen hat mich der Action-Titel vor allem durch das Cover des ersten Bandes, welches ich sehr gelungen finde und einen richtigen Eyecatcher darstellt.

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Story&Zeichnungen: Atsushi Nakayama | Originaltitel: Uratarou  | Zielgruppe: Seinen | Genre: Action | Verlag: Egmont Manga | Preis (Ebook-Version): 6,49€ | Printausgabe: 7,50 € | in sechs Bänden abgeschlossen

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Inhalt

Seine Mutter war bereits tot, als Urataro geboren wird. Das ist inzwischen 800 Jahre her und er hat es satt unsterblich zu sein. Doch egal, was er unternimmt, er kann einfach nicht sterben. Eines Tages taucht das Mädchen Chiyo bei ihm auf und sucht genau das, was er so verabscheut: die Untersterblichkeit. Als sie ihm anbietet, ihn zu töten, lässt sich Urataro dennoch auf einen Deal ein.

Wie war’s?

Der Band beginnt zunächst einmal damit, dass der Leserschaft die weibliche Hauptfigur, Chiyo, vorgestellt wird. Das Mädchen ist auf der Suche nach der Unsterblichkeit. Nachdem sie schon vielen Legenden nachgejagt war und das keinen Erfolg brachte, ist sie nun auch der Suche nach dem sagenumwobenen Kishin, ein unsterblicher Mensch. Sie schafft es, ihn zu finden, doch er ist alles andere, als sie erwartet hat. Urataro möchte vor allem seine Ruhe haben, hat genug vom Leben und wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich zu sterben. Auch kann er Chiyo nicht, wie erhofft, die Unsterblichkeit schenken.

Die Geschichte im ersten Band fällt ziemlich einfach aus und folgt bisher einem gradlinigen Storytelling, welches sich nicht besonders von anderen Action-Titeln mit diesen Thematiken absetzt. In die Tiefe geht die Erzählung nicht, wenn auch angedeutet wird, dass sich hinter Chiyos Aufbruch in die Welt eine große Fehde verbirgt. Darüber hinaus hat sie eine Krankheit befallen, wodurch ihr nur noch wenig Zeit zum Leben bleibt.

Der Fokus der Erzählung liegt im Auftaktband klar auf der Action. Gleich mehrere, zunächst unbesiegbar scheinende, Gegner stellen sich den Charakteren in den Weg, womit die Leser*innen sich auf packende Kämpfe freuen dürfen, in denen an blutigen Panels nicht gespart wird.

Wie die Story fallen auch die Charaktere zu Beginn des Mangas sehr einfach und generisch aus. Es wird mit Hauptcharakteren gearbeitet, deren Ziele unterschiedlicher nicht sein könnten. Man hat auf der einen Seite Chiyo, die lebensfroh ist und sich nichts sehnlicher wünscht, als noch länger die Welt zu entdecken. Auf der anderen Seite ist Urataro. Er möchte vor allem seine Ruhe haben, ist schnell genervt und wünscht sich, den schnellen Tod. Er hat es satt unsterblich zu sein und möchte endlich sein langes Leben beenden. Nur deshalb begleitet er schließlich Chiyo, denn sie verspricht ihn, ihn zu töten, sollte sie ihr Ziel erreichen.

Überzeugen kann der Zeichenstil von Mangaka Atsushi Nakayama. Die Illustrationen stechen durch einen eher “runderen, wellenartigen” Stil hervor und heben sich damit durchaus von anderen Kunststilen ab. Das Charakterdesign geht er in die Shonen-Richtung, was im starken Kontrast zu dem blutigeren Setting steht. Auch wirkt der Stil in alltäglicheren Szenen eher einfach, während er in Kampfszenen sein ganzes Potential ausschöpfen kann und auf der Seite viel passiert. Gleichzeitig greift auf viele doppelseitige Splashpanels zurück, die den Actionszenen noch mehr Dynamik und Ausdruck verleihen.

Fazit

Für mich hat Urataro im ersten Band leider nicht das gebracht, was ich mir von dem Titel erhofft hatte. Es gelingt für mich nicht, die nötige Tiefe hineinzubringen, und auch die Charaktere wirken noch blass. Zudem ist das Pacing enorm schnell. Man stolpert als Leser*in von einer Actionszene in die andere.

Dennoch denke ich, dass es durchaus ein Publikum für diesen Titel gibt und ich es einfach nicht war. Liebhaber*innen von Action-Shonen könnten in Urataro sicherlich auf ihre Kosten kommen. Zudem sind die Actionsequenzen interessant gemacht und bieten zeichnerisch einiges.

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Urataro: Death Seeker ist im umfassenden Katalog der Online-Comic-Plattform izneo enthalten. Auf izneo findest du ein großes Angebot an europäischen & amerikanischen Manga, Graphic Novels sowie Comics, welche du über verschiedene Endgeräte, wie Smartphone, Tablet oder sogar die Nintendo Switch lesen kannst. Dort, wie auch hier unter dem Beitrag, steht euch auch eine kostenlose Leseprobe zur Verfügung. So könnt ihr in Ruhe in den Titel hereinschnuppern.

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