Manga-Liste

Noch mehr Katzenmanga #3

31. August 2026 5 Manga

Diese Auswahl ist von mir ausgewählt und folgt meinem eigenen Lesegeschmack. Sie ist kein vollständiges Ranking, sondern eine Orientierung für Titel, die aus meiner Sicht besonders gut zum Thema passen.

Katzen und Manga passen einfach hervorragend zusammen. Das dachte ich mir bereits bei meiner ersten Liste und seitdem sind natürlich noch einige weitere Titel auf meinem Radar gelandet.

Mal sind die Katzen einfach nur Haustiere und bringen ein wenig Chaos in den Alltag ihrer Menschen. Mal können sie sich in Menschen verwandeln, sind verfluchte Prinzen oder gleich für den Untergang der gesamten Menschheit verantwortlich.

Eine ziemlich vielseitige Mischung also. Ich habe euch fünf weitere Titel rund um das Thema Katzen zusammengesucht <3

01
Good Morning Leon

© Cover: Carlsen Manga

Good Morning Leon

Leon Anderson führt nach außen ein ziemlich elegantes Leben. Er lebt in England, arbeitet als Professor und wirkt auf seine Mitmenschen wie ein attraktiver Gentleman, der alles unter Kontrolle hat.

Zu Hause sieht die Sache allerdings etwas anders aus. Dort wartet sein Siamkater Jack auf ihn. Jack betrachtet es offenbar als seine persönliche Aufgabe, dafür zu sorgen, dass Leon morgens rechtzeitig aufsteht, sich bewegt und das Haus in einem halbwegs vorzeigbaren Zustand verlässt. Ein Katzenleben ist schließlich mit viel Verantwortung verbunden.

Leon kümmert sich natürlich ebenfalls um Jack. Trotzdem entsteht schnell der Eindruck, dass der Kater seinen Menschen mindestens genauso aufmerksam beobachtet wie umgekehrt. Jack besitzt seinen eigenen Kopf und verwandelt selbst gewöhnliche Tage regelmäßig in kleine Abenteuer.

Der Manga lebt weniger von einer großen, zusammenhängenden Handlung und mehr von den alltäglichen Momenten zwischen den beiden. Die Zeichnungen von Kai Kitagou stellen Jack sehr ausdrucksstark dar. Seine Körperhaltung, seine Blicke und natürlich seine typischen Katzenposen sorgen dafür, dass man seine Gedanken auch ohne Worte ziemlich gut verstehen kann.

Good Morning Leon ist in Japan mit drei Bänden abgeschlossen.

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02
Seltsame Ereignisse im Einkaufsviertel Nekomachi

© Cover: Egmont Manga

Seltsame Ereignisse im Einkaufsviertel Nekomachi

Auf den ersten Blick wirkt das Einkaufsviertel Nekomachi wie ein ganz gewöhnlicher Ort in einem älteren Teil Tokios. Es gibt kleine Geschäfte, vertraute Gesichter und Menschen, die sich schon lange kennen. Allerdings leben zwischen ihnen auch Katzen, die menschliche Gestalt annehmen können.

Der Ladenbesitzer Chisato gehört zu den wenigen Menschen, die von diesem Geheimnis wissen. Gemeinsam mit dem jungen Katzengeist Kotora kümmert er sich um die kleineren und größeren Probleme des Viertels. Denn natürlich läuft das Zusammenleben zwischen Menschen und Katzengeistern nicht immer reibungslos ab.

Die einzelnen Geschichten beschäftigen sich mit den Bewohner*innen des Viertels, alten Fehden und übernatürlichen Ereignissen. Dabei wird es aber nur selten wirklich bedrohlich. Der Manga besitzt eine ruhige und warme Atmosphäre, die für mich gut zum überschaubaren Einkaufsviertel passt.

Wer große Kämpfe oder eine besonders dramatische Fantasyhandlung erwartet, ist hier vermutlich falsch. Seltsame Ereignisse im Einkaufsviertel Nekomachi ist eher eine ruhige Geschichte über Gemeinschaft, Freundschaft und das Zusammenleben verschiedener Wesen.

Die Reihe ist mit drei Bänden abgeschlossen und vollständig bei Egmont Manga auf Deutsch erschienen.

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03
Cat-Life Balance

© Cover: Kodansha

Cat-Life Balance

Mamoru Kitaoji ist bei seinen Kolleg*innen äußerst beliebt. Er ist freundlich, hilfsbereit und sagt eigentlich nie Nein. Eine Glühbirne muss ausgetauscht werden? Mamoru kümmert sich darum. Jemand möchte Arbeit abgeben? Mamoru übernimmt sie. Seine offene und zuverlässige Art hat ihm im Büro sogar den Spitznamen „Prinz“ eingebracht.

Das Problem ist nur, dass Mamoru überhaupt nicht so sorgenfrei ist, wie er nach außen wirkt. Er hat sich daran gewöhnt, die Erwartungen anderer Menschen zu erfüllen. Seine eigenen Wünsche stellt er dabei immer wieder zurück. Selbst Überstunden übernimmt er, während seine Kolleg*innen längst gemeinsam etwas trinken gehen.

Kurone ist beinahe das genaue Gegenteil. Die ruhige Mitarbeiterin aus einer anderen Abteilung hält sich von den meisten Menschen fern und wirkt auf ihre Umgebung verschlossen. Dann beobachtet Mamoru sie nach der Arbeit in einem Park. Dort kümmert sich Kurone um streunende Katzen und zeigt plötzlich eine Seite von sich, die im Büro niemand kennt. Sie lächelt, spricht mit den Tieren und wirkt wesentlich glücklicher als während der Arbeit.

Die Katzen werden zum Ausgangspunkt für eine vorsichtige Annäherung zwischen den beiden.

Mir gefällt besonders, dass hier erwachsene Figuren im Mittelpunkt stehen. Mamoru und Kurone müssen sich nicht nur mit ihren Gefühlen auseinandersetzen, sondern auch mit ihrem Arbeitsalltag, den Erwartungen ihrer Kolleg*innen und der Frage, wie viel von ihrer Persönlichkeit sie anderen Menschen zeigen möchten.

Cat-Life Balance ist eine ruhige Büro Romance mit Katzen und einem Thema, das vermutlich viele Erwachsene kennen. Wie findet man ein Gleichgewicht zwischen Arbeit, den Ansprüchen anderer und dem eigenen Leben?

Die Reihe endete in Japan im Dezember 2025 und umfasst drei Bände. Eine englische Ausgabe erscheint seit Mai 2026 bei Kodansha. Auf Deutsch wird die Reihe ab 2027 bei Dokico erscheinen.

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04
Seine Hoheit, der Katzenprinz

© Cover: Altraverse

Seine Hoheit, der Katzenprinz

Miranda ist eine zurückhaltende Hexenschülerin, die im Wohnviertel der königlichen Hauptstadt einen kleinen Laden betreibt. Dort verkauft sie Medikamente und Gegenstände, in die sie Magie einfließen lässt.

Mit anderen Menschen hat sie dagegen eher wenig zu tun. Ihr ruhiges Leben verändert sich, als sie zu einer Teegesellschaft im königlichen Palast eingeladen wird. Im Gewächshaus begegnet sie Prinz Heinrich.

Allerdings nicht in seiner menschlichen Gestalt. Der Prinz wurde verflucht und in eine Katze verwandelt. Damit er seine menschliche Form zurückerlangen kann, benötigt er Mirandas Hilfe. Kurzerhand erklärt er sie zu seiner Halterin.

Das ist natürlich nicht ganz die Entwicklung, mit der Miranda bei einem königlichen Besuch gerechnet hat.

Heinrich sieht als Katze niedlich und flauschig aus. Trotzdem bleibt er ein selbstbewusster Prinz, der es gewohnt ist, Anweisungen zu geben. Miranda muss sich nicht nur um ihn kümmern, sondern auch herausfinden, wer für den Fluch verantwortlich ist.

Der Manga verbindet eine romantische Fantasygeschichte mit dem bekannten Motiv eines Menschen, der in ein Tier verwandelt wurde. Dass es sich bei diesem Tier ausgerechnet um eine Katze handelt, sorgt natürlich für einige zusätzliche Probleme.

Heinrich kann noch so würdevoll auftreten wollen. In seinem flauschigen Körper wird er trotzdem hochgehoben, gestreichelt und wie ein Haustier behandelt.

Für mich funktioniert der Titel vor allem durch diesen Gegensatz. Heinrich ist gleichzeitig ein mächtiger Prinz und eine Katze, deren Niedlichkeit kaum jemand widerstehen kann. Miranda wiederum muss lernen, selbstbewusster aufzutreten und sich in eine Welt voller höfischer Geheimnisse zu wagen.

Die Geschichte erscheint in Japan unregelmäßig über Manga UP. Bisher wurden zwei Sammelbände veröffentlicht. Auf Deutsch veröffentlicht Altraverse die Reihe.

05
Night of the Living Cat

© Cover: Panini Manga

Night of the Living Cat

Was wäre, wenn die Menschheit nicht von Zombies, sondern von Katzen überrannt werden würde? In Night of the Living Cat breitet sich ein Virus über die gesamte Welt aus. Menschen, die mit einer infizierten Katze in Berührung kommen, verwandeln sich ebenfalls in Katzen. Innerhalb kürzester Zeit wird ein großer Teil der Menschheit flauschig.

Die wenigen Überlebenden ziehen sich in befestigte Gebäude zurück und versuchen, jeden Kontakt mit den Katzenhorden zu vermeiden. Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Schließlich sehen die Angreifer nicht gefährlich aus. Sie sind niedlich, schnurren und möchten gestreichelt werden. Für Katzenliebhaber*innen ist diese Apokalypse vermutlich besonders grausam.

Im Mittelpunkt steht Kunagi, ein Mann ohne Erinnerungen an seine Vergangenheit. Dafür besitzt er ein erstaunlich großes Wissen über Katzen. Er erkennt ihre Verhaltensweisen, kennt verschiedene Rassen und weiß häufig genau, wie sich die Tiere verhalten werden. Leider liebt er Katzen so sehr, dass es ihm schwerfällt, Abstand zu ihnen zu halten.

Der Manga nimmt bekannte Elemente aus Zombiegeschichten und ersetzt die Untoten konsequent durch Katzen. Das klingt völlig absurd und genau das ist es auch.

Trotzdem wird die Handlung erstaunlich ernst präsentiert. Die Zeichnungen sind detailliert und dynamisch, die Angriffe wirken wie Szenen aus einem klassischen Horror Manga. Der Unterschied besteht nur darin, dass die vermeintlichen Monster ausgesprochen niedlich sind.

Gerade dieser Gegensatz macht den Humor für mich aus. Die Figuren behandeln die Situation wie eine tödliche Bedrohung, während man selbst ständig denkt, dass man bei dieser Apokalypse vermutlich keine besonders guten Überlebenschancen hätte.

Night of the Living Cat erscheint auf Deutsch bei Panini Manga.

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