Rezension Demon Slayer Band 2

Demon Slayer ist der Shonen-Hit der letzten Jahre und startet nun auch in Deutschland durch. Nachdem mich Band eins nicht richtig überzeugen konnte, ist dies Band zwei deutlich besser gelungen. Warum? Das erfahrt ihr in meine Rezension.

Während Demon Slayer in Japan inzwischen beendet ist, legt der Manga auf dem deutschen Markt erst so richtig los und gerade ist bei Manga Cult der zweite Band der knapp 20-bändigen Shonen-Reihe erschienen. In der Rezension versuche ich, auf große Spoiler zu verzichten, bedenkt aber bitte, dass ich einige Teile der Handlung erzählen muss, um meine Meinung verständlich zu reflektieren.

ECKDATEN ZUM MANGA

Text&Zeichnungen: Koyoharu Gotouge
Originaltitel: Kimetsu no Yaiba
Zielgruppe: Shonen | Genre: Action, Fantasy
Verlag: Manga Cult
Preis: 10,00 € (Großformat)

In Japan abgeschlossen in 21 Bänden

Weitere Informationen zu Demon Slayer & Leseprobe

Worum geht es?

Nachdem Tanjiro die Prüfung zum Demon Slayer bestanden hat, bekommt er nur wenig Zeit zum Verschnaufen und ehe er sich versieht, muss er sich gegen die nächsten mächtigen Dämonen behaupten, die das Leben von hilflosen Menschen in Gefahr bringen. Dabei stößt er auf einen wichtigen Hinweis, der ihm helfen könnte, seine Schwester von dem Fluch zu befreien.

Meine Meinung

Es geht doch! Nachdem es in Band eins viele Dinge gab, die mir nicht gefallen hatten, konnte der zweite Band der Reihe auf jeden Fall eine Steigerung hinlegen und ich verstehe langsam, wieso so viele den Manga mögen. Die ersten Seiten hatten mich richtig gepackt und die Melancholie, die herrschte, nachdem Tanjiro den Gegner besiegt hatte, war sehr gut in Szene gesetzt. Hier zeigt sich, dass auch Dämonen etwas zu fühlen scheinen. Auch wird klar, dass das Leben eines Demon Slayer eben kein Zuckerschlecken ist, als sich herausstellt, dass nur wenige der Teilnehmer die Prüfung überhaupt überstanden haben.

Ich hätte mir zwar gewünscht, dass der Cliffhanger-Kampf aus dem ersten Band noch ein wenig länger dauert, aber ich denke, dass der Fokus eher auf andere Dinge gerichtet sein sollte, wie die nachdenklicheren Szenen nach dem Kampf. Abgesehen von diesem Kampf gab es aber noch reichlich andere Action in dem zweiten Band. Nachdem Tanjiro seine Prüfung bestanden hat, erhält er bald die ersten Aufträge, die weitere Auseinandersetzungen mit Dämonen bedeuten. Das Pacing bleibt hoch und schnell trifft Tanjiro nicht nur auf weiter Verbündete, sondern gleichzeitig auch seinen Erzfeind, Muzan Kibutsuji, den Dämon, der seine Familie umbrachte. Die erste Begegnung zwischen den beiden verläuft dabei kurz und sorgt eher für mehr Fragen als Antworten bei Tanjiro.

Interessant waren dabei gleich mehrere kleinere Details. Zum einen scheint seine Schwester nicht die einzige Dämonin zu sein, der es gelingt auch ohne Menschenfleisch oder große Mengen von Blut zu überleben und die Ohrringe, die Tanjiro trägt, scheinen eine größere Geschichte zu haben. Sie werden von Muzan wiedererkannt und er scheint sie mit etwas in seiner Vergangenheit zu verbinden, was ihn sofort dazu veranlasst zu handeln.

Die Kampfszenen in dem Band haben mir durchaus gefallen, wenn ich nun allerdings die Befürchtung habe, es wird einer dieser Fighting-Shonen, in denen wir auf immer stärkere Gegner treffen und immer neue Techniken entwickeln werden. Hier heißt es abzuwarten, was die nächsten Bände bringen.

Positiv ist einmal mehr die Rolle von Nezuko aufgefallen. Sie ist ein starker weiblicher Charakter und schnell wird klar, dass sie von ihrem Bruder nicht beschützt werden muss. Eine Tatsache, die auch Tanjiro erst einmal verinnerlichen muss, ehe er ihr das nötige Vertrauen schenkt und sie an den Kämpfen teilhaben lässt, in denen sie sich als wichtige Verbündete herausstellt. Auch werden einige Plotholes aus dem ersten Band gestopft und wir erfahren, wieso Nezuko überhaupt so lange geschlafen hat.

Aufgelockert wird der Band durch einige lustige und lockere Szenen, die mich auch mal zum Schmunzeln gebracht haben und bis auf einer Ausnahme ohne Shonen-Klischees auskamen.

Vom Zeichenstil fällt leider auch hier wieder auf, dass man nicht wirklich zwischen Tag und Nacht unterscheiden kann. Einige Szenen, die bei Nacht oder in der Dämmerung geschehen, sind genau in den gleichen Tönen gestaltet wie die Szenen bei Tag.

Fazit & Bewertung

Nach einem schweren Start in Band eins, scheint Demon Slayer im zweiten Band der Reihe seinen Weg gefunden zu haben und dem Leser werden wichtige Details nähergebracht. Der Band überzeugte mit viel Action, aber auch nachdenklichen und lockeren Momenten. Auch wenn der Cliffhanger nun nicht sehr beängstigend ist, bin ich gespannt, wie die Reise der beiden Geschwister verlaufen wird.

Vielen Dank an Manga Cult für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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