Heavenly Delusion Rezension

Die Suche nach dem Himmel und der Kampf gegen die Menschenfresser geht in die nächste Runde und Anfang Mai erschien Band zwei von Heavenly Delusion bei Manga Cult. Wie mir der Band gefallen hat, erfahrt ihr in meiner Rezension.

Heavenly Delusion hat mich im ersten Band durch eine gute Mischung von Mystery und Science Fiction überzeugt und so war schnell klar, dass ich auch den Folgeband lesen muss.

ECKDATEN ZUM MANGA

Text&Zeichnungen: Masakazu Ishiguro
Originaltitel: Tengoku Daimakyou
Kategorie: Seinen| Genre: Science Fiction
Verlag: Manga Cult
Preis: 10,00 € | Großformat

Mehr Informationen zum Titel & Leseprobe

Worum geht es?

Nachdem Maru und Kiruko nach Süden gefahren sind, um den Tomatenhimmel zu untersuchen, führt ihr Weg sie auf einer Fähre zurück in die Hauptstadt Tokio. Auf der Überfahrt werden sie von einem Menschenfresser überfallen und für sie und die Besatzung geht es ums nackte Überleben. Währenddessen deckt Tokio in der Schule mit Hilfe seines Schulkameraden Kuku ein erschreckendes Geheimnis auf.

Meine Meinung

Heavenly Delusion nimmt im zweiten Band noch einmal an Fahrt auf und wir bekommen mehr Einblicke in die Institution, in der Tokio und die anderen Kinder aufwachsen. War es nicht schon im ersten Band klar, dass es nicht das Paradies ist, welches es zu sein scheint, bekommt man spätestens jetzt das Gefühl, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Tokio entdeckt zwar einige unnormale Gegebenheiten, scheint sie aber wie viele andere Kinder nicht einordnen zu können und ist sich der Gefahr nicht bewusst, in der sie schweben könnten.

Gleichzeitig kommt Licht in Kirukos Vergangenheit. Wir erfahren etwas über das Leben, welches sie geführt hat, bevor sie zur Personenschützerin wurde und was letztendlich dafür gesorgt hat, dass sie diesen Job annahm. Auch wird ihre Andeutung aus dem vorherigen Band aufgeklärt, in der sie Maru offenbart, dass sie gar kein Mädchen sei. Auch sieht es so aus, als könnte auch Kiruko in Beziehung zu dem Institut stehen oder zumindest scheint es Personen zu geben, die über solche Beziehung verfügen können – so zumindest meine Vermutung. In ihrer Vergangenheit gab es einen Arzt, der ebenfalls Experimente durchgeführt hatte und das scheint mir ein zu großer Zufall zu sein. Ferner offenbart sie Maru auch, dass sie auf der Suche nach einer Person ist, die ihr sehr viel bedeutet hatte.

Neben all den Geheimnissen und Mystery-Elementen kommt in dem Band auch die Action nicht zu kurz. Der Kampf auf der Fähre war sehr gut und clever durchdacht. Hier ging es nicht nur um bloße Gewalt, sondern eine gute Taktik und einen ruhigen Kopf.

Die Balance zwischen den beiden Erzählsträngen im Institut und außerhalb fand ich in diesem Band deutlich harmonischer. Während ich die Szenen um Tokio im ersten Band noch relativ langweilig fand, war es im aktuellen Band der Reihe deutlich spannender gestaltet und man konnte mitfiebern. Die Übergänge bleiben dabei relativ harsch und wechselten auch mal mitten in einem Kampf oder einem spannenden Moment.

Ishiguros Zeichenstil ist einfach gehalten und der Mangaka setzt auf klare Linien und Formen sowie Schwarz-Weiß-Kontraste. Die einzelnen Panels konnte man sehr gut folgen und kam beim Lesen nicht ins Stocken.

Fazit & Bewertung

Der zweite Band von “Heavenly Delusion” hat mir einmal mehr sehr gut gefallen. Ich mag die Mystery-Elemente der Reihe sehr und finde es schön, dass uns die Einzelheiten dieser Welt und die Geheimnisse der verschiedenen Charaktere erst nach und nach offenbart werden. Ich freue mich bereits auf Band drei und bin gespannt, wie es Tokio und den anderen Kindern ergehen wird und wohin Marus Reise als nächstes führt.

Vielen Dank an Manga Cult für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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