Shojo-Mangaka Ema Toyama ist auf dem deutschen Markt eine bekannte Zeichnerin und insbesondere ihre Titel xx me! und Love Hotel Princess erfreuen sich großer Beliebtheit. Für die heutige Rezension angeschaut habe ich mir einen Kurzgeschichtenband.

Die Geschichten in Jimikoi erschienen von 2009 bis 2014 in der Nakayoshi, ehe sie in einem Sammelband veröffentlicht wurden. In Deutschland lizenzierte Egmont den Manga 2016 unter dem gleichen Namen. Insgesamt erschienen sind von der Mangaka auf Deutsch bereits zehn Titel.

ECKDATEN ZUM MANGA

Text&Zeichnungen: Ema Toyama
Originaltitel: Jimikoi
Zielgruppe: Shojo | Genre: Romance
Verlag: Egmont Manga
Preis (Ebook-Version): 6,49€, Printausgabe: 7,50€

Abgeschlossen in einem Band

Wie war’s?

Jimikoiist ein Kurzgeschichtenband mit insgesamt vier Storys. Gemeinsam haben sie das Thema der Gegensätze, die sich anziehen. In der namensgebenden Story “Jimikoi – Simple Love” geht es um Wakana, die genau weiß, wie ihr Traummann sein soll, und zwar ruhig und “simpel”. Bücherwurm Kagano passt genau in ihr Beuteschema und dennoch scheint nicht alles glattzulaufen, nachdem sie ihn die Liebe gesteht. In der zweiten Story “Die Melancholie des Kolumbus” dreht sich alles um Shiono. Ein Mädchen welches nach Außen hübsch und eigensinnig ist, allerdings nicht gerade über das große Wissen verfügt. Ihr Gegenstück ist Kenichi Sato. Der Klassenbeste und eher ein ruhiger Schüler. In der dritten Geschichte geht es um Kikuna, die sehr empfindlich auf Geräusche reagiert, aber von der sanften Stimme des neuen Mitschülers geradezu überwältigt ist. In “Das saubere Geheimnis der Gojozakas” treffen eine Sauberkeitsfanatikerin und ein Schmutzfink aufeinander.

Die vier Kurzgeschichten können durch die eher gleiche Grundthematik leider nicht durch viel Abwechslung überzeugen und folgen immer dem gleichen Schema bis hin zum Happy End. Dadurch, dass ohnehin kaum Raum bleibt, um in die Tiefe zu gehen, hat das den Geschichten noch einmal an Substanz genommen und sie schaffen es nicht über das simple hinauszugehen. Mit den Charakteren bildet die Mangaka zwar eine große Palette an verschiedenen Eigenschaften ab, aber auch hier fehlt es einfach an Mehrdimensionalität und Tiefe, damit der Leser wirklich mitfühlen kann. Voll auf ihre Kosten aber dürften Romantiker kommen, denn davon gibt es hier wirklich genug.

Der Zeichenstil von Ema Toyama ist sehr typisch für die Zielgruppe Shojo und sie arbeitet mit vielen Verzierungen in den Panels. Ihre Charaktere sind filigran gezeichnet und besitzen die typischen Merkmale von Shojo-Manga. Die Emotionen der Figuren sind gut abgebildet, darüber hinaus kann man sich über einige detaillierte Hintergrundzeichnungen freuen.

Fazit & Bewertung

Jimikoi – Simple Love ist ein Kurzgeschichtenband, der mir leider nicht nachhaltig im Gedächtnis bleiben dürfte. Dafür waren die Geschichten zu einfach und das Handlungsschema hat sich zu sehr wiederholt.

Ich denke aber, wer wirklich eine romantische Ader hat und niedliche Geschichten mag, der könnte echt Freude mit diesem Band haben.

Jimikoi: Simple Love ist im umfassenden Katalog der Online-Comic-Plattform izneo enthalten. Auf Izneo findest du ein großes Angebot an europäischen & amerikanischen Manga, Graphic Novels sowie Comics, welche du über verschiedene Endgeräte, wie Smartphone, Tablet oder sogar die Nintendo Switch lesen kannst. Dort, wie auch hier unter dem Beitrag, steht euch auch eine kostenlose Leseprobe zur Verfügung. So könnt ihr in Ruhe in den Titel hereinschnuppern.

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