Rezension Samurai 8

Samurai 8 sollte der nächste große Hit von Naruto-Schöpfer Masashi Kishimoto werden, der sich dieses Mal die Freiheit nahm, nur die Story zu schreiben. Wie mir die ersten beiden Bände gefallen haben, erfahrt ihr in meiner Rezension.

Nachdem man über Jahre einen der erfolgreichsten Shonen-Manga zeichnete, sind die Ansprüche hoch und der Druck da, etwas völlig Neues zu schaffen, dennoch hat Masashi Kishimoto es gewagt und mit Samurai 8 eine neue Serie gestartet. An seiner Seite Akira Okubo, der für die Zeichnung zuständig war.

Am Ende wurde Samurai 8 allerdings nur ein kurzes Vergnügen und nach nur fünf Bänden werden sich Fans der Serie bereits wieder verabschieden müssen. Die Bewertungen der Shonen Jump-Leser waren zu schlecht, so dass die Reihe vorzeitig mit einem alternativen Ende beendet wurde.

ECKDATEN ZUM MANGA
Text:
Masashi Kishimoto; Zeichnungen: Setona Mizushiro
Originaltitel: Samurai 8
Zielgruppe: Shonen| Genre: Action, Abenteuer, Sci-Fi
Verlag: Carlsen Manga
Preis (Ebook-Version): 4,99€ , Printausgabe: 7,00€

Abgeschlossen in fünf Bänden

Worum geht es?

Hachimaru wurde so schwach geboren, dass er während seiner ganzen Kindheit an eine Maschine angeschlossen war und weder rausgehen noch feste Lebensmittel essen konnte. Er träumt davon, ein Samurai wie sein Idol Fudo Myo-o zu werden, den er in seinem VR-Game immer wieder spielt. Das der Traum Wirklichkeit werden könnte, glaubt er nicht, bis eines Tages eine Cyborg-Katze aus dem Weltall hinabstürzt und vor seinem Haus landet.

Meine Meinung

Samurai 8 sollte der neue Superhit von Masashi Kishimoto werden, in den ersten beiden Bänden wird aber deutlich, dass es nicht wirklich gelungen ist. Die Zutaten waren zwar da, es haperte aus meinen Augen allerdings in der Umsetzung.

Der Leser wird sofort in die Geschichte geworfen und in den ersten Kapiteln wirft das Duo mit Begriffen um sich, ohne diese wirklich zu erklären. Man fühlt sich ein bisschen überfordert und kommt nur schwer in die von Kishimoto geschaffene Welt hinein. Statt einen langsam in das Worldbuilding einzuführen, passiert einfach viel zu viel auf einmal. Was im ersten Band kaum passiert, folgt dann im zweiten Band. Es wird plötzlich detaillierter und langsamer erklärt und man bekommt das Gefühl, dass hier hinter den Kulissen etwas im Argen war und schnell gehandelt werden musste, damit die Story nicht komplett bei den Lesern der Shonen Jump durchfällt. Leider war es dann einfach wieder zu viel Input auf einmal und wurde zu einem regelrechten Info-Dump.

Im Grundrezept waren die Gegebenheiten da, wenn man auch dem typischen Fighting-Shonen-Rezept gefolgt ist. Man hat mit Hachimaru einen Hauptcharakter, der die Entwicklung von einem Nobody zu einem Helden durchmacht. Positiv fand ich allerdings, dass es sich bei Hachimaru zu Beginn um eine Person handelte, die ohne eine Maschine nicht lebensfähig war und nicht nach draußen konnte. Ich denke, dadurch hatte er etwas Neues und auch etwas, mit dem der Leser mitfühlen und sich identifizieren konnte. Nach zwei Bänden scheint die Reihe bei Hachimarus Entwicklung als Kämpfer dem Prinzip zu folgen, dass er auf immer stärkere Gegner trifft und sich dadurch weiterentwickelt.

Wo wir bei den Kämpfen sind. Ich bin kein Spezialist für Fighting-Shonen, aber die Kämpfe in Samurai 8 haben mich nicht wirklich packen können. Gerade im ersten Band waren sie zu kurz und ohne wirklich große Höhepunkte. Den Kampf im zweiten Band fand ich zwar besser, aber auch dort wurde ich nicht hundertprozentig mitgerissen und habe mit dem Protagonisten der Story mitgefiebert.

Die Charaktere neben Hachimaru blieben für mich über die ersten Bände ein wenig blass und wirklich liebgewinnen konnte ich davon keinen. Mit dem Wissen, dass es nur fünf Bände werden, scheint auch deren Schicksal besiegelt, dass wir sie nicht durch einzelne Hintergrund-Arcs näher kennenlernen werden, was ich dann doch schade finde.

Während Kishimoto bei Samurai 8 nur für die Story zuständig ist, übernimmt seine Ex-Assistent Akira Okubo die Zeichnungen. Der Stil ähnelt dabei aber durchaus dem von Kishimoto, was das Charakterdesign angeht. Die Panel-Struktur von Okubo hingegen ist schwieriger und gerade in Action-Szenen gelingt es ihm nicht ganz, das Geschehen zu transportieren. Die Panels sind häufig sehr klein und zweiseitige Panel gibt es im Kampfgeschehen leider gar keine. Insgesamt ist der Zeichenstil des Mangakas aber sauber und klar mit detailreichen Hintergründen.

Fazit & Bewertung

Mich konnte Samurai 8 in den ersten Bänden leider nicht abholen und es gab doch einige Dinge, die zu unrund waren, damit die Story zu einem wirklichen Genuss wird. Wer aber seichte Fighting-Shonen für zwischendurch mag, für den lohnt sich ein Blick in den Manga.

Samurai 8” und viele weitere Manga-Titel findet ihr auf der Comic-Plattform izneo. Dort, wie auch hier unter dem Beitrag, steht euch auch eine kostenlose Leseprobe zur Verfügung. So könnt ihr in Ruhe in den Titel hereinschnuppern. Ihr könnt izneo auf allen Geräten die iOS oder Android unterstützen herunterladen sowie über den Browser besuchen. Neu ist zudem eine Nintendo Switch-App.

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