Rezension - A Condition Called love

Mit A Condition Called Love habe ich auf Izneo mal wieder einen Manga in englischer Sprache gelesen. Die ersten vier Bände der Reihe bestimmt eine unaufgeregte, aber doch romantische Atmosphäre mit kleinen Spannungsfaktoren.

A Condition Called Love erscheint als E-Manga bei Kodanasha und aktuell ist keine Print-Version der Reihe angekündigt. In Japan hat die Reihe inzwischen sechs Bände. Auf Englisch ist vor wenigen Tagen der fünfte Band erschienen.

Mangaka ist Megumi Morino von der mit “Guten Morgen, Dornröschen” in Deutschland ebenfalls eine Reihe lizenziert wurde.

ECKDATEN ZUM MANGA

Story
 & Zeichnungen: Megumi Morino
Originaltitel: Hananoi-kun to Koi no Yamai
Zielgruppe: Shojo | Genre: Romance
Verlag: Kodansha
Preis (Ebook-Version): 9,49€ (da auf engl. Manga keine Preisbindung besteht, kann der Preis variieren) | Printausgabe: –

Worum geht es?

Hotaru kann mit Liebe nicht besonders viel anfangen und sieht nicht wirklich Grund dafür, daran in der nächsten Zeit etwas zu enden. Als sie ihren Schulkameraden Hananoi-kun allerdings nach einer öffentlichen Trennung im Schnee sitzen sieht, denkt sie nur daran ihren Regenschirm zu teilen. Am nächsten Tag steht Hananoi dann plötzlich in ihrem Klassenzimmer und möchte, dass sie mit ihm eine Beziehung anfängt. Hotaru weist ihn zunächst ab, muss aber schnell feststellen, dass er hartnäckiger ist, als sie glaubt.

Wie war’s?

Sind wir ehrlich: A Condition Called Love erfindet das Rad des Shojo-Mangas nicht unbedingt neu. Die Storyidee war schon häufig da und man weiß eigentlich zu Beginn, wohin es führen wird, in den ersten vier Bänden hat es für mich aber dennoch funktioniert und bislang blieben die großen Fremdschämen-Momente aus. In den ersten Kapiteln war es dennoch ein wenig schwer, in den Manga hineinzufinden. Hananoi ist in seiner Annährung zu Hotaru zu stürmisch, wirkt schon fast wie ein besessener Verliebter und man wundert sich doch, wieso sich Hotaru auf das Probe-Daten einlässt. Mit der Zeit aber beginnt man Hananoi besser zu verstehen und es blinken nicht sofort Warnleuchten auf, wenn er in Hotarus Nähe kommt.

Auch zeigt sich in den aktuelleren Bänden, dass Hananoi ein Geheimnis verbirgt, dass durch einen Rivalen ans Licht zu kommen droht. Vermutlich wird er alles versuchen, um das zu verhindern, ich für meinen Teil halte das nun aber für kein besonders dunkles Geheimnis und Hotaru wird seine Beweggründe sicherlich verstehen, wenn er sie offen erklärt.

Der Manga lebt besonders auch durch Hotaru als Charakter. Hotaru hat keine Ahnung, was Liebe genau ist und muss erst mit der Zeit lernen, wie sie nun eigentlich zu Hananoi steht und wie diese Gefühle zu deuten sind. Eine Entdeckungsreise, die von der Mangaka sehr schön und auch realistisch gezeichnet wurde. Hotaru ist unsicher, aber keinesfalls übertrieben naiv oder zu dramatisch. Sie sagt offen, wenn ihr was missfällt und lässt Hananoi auch wissen, wenn er sie mit seiner Nähe erdrückt. Ab und an kommt bei ihr aber auch die Unsicherheit durch, was mit einem Erlebnis in der Grundschule zusammenhängt. Aber auch hier hat die Mangaka entsprechende Szenen wirklich gut und erwachsen gelöst, ohne ihn großes Drama zu verfallen.

Hananois Charakter ist schwieriger in Worte zu fassen. Einerseits ist er übertrieben anhänglich, was Hotaru anbelangt, mit der Zeit merkt man aber, dass es dafür durchaus auch Gründe in seiner Vergangenheit gibt. Er scheint einfach Angst zu haben, dass zu verlieren, was ihm viel bedeutet und versucht es mit all seiner Kraft an sich zu binden. Dennoch ist er ein guter Kerl, wenn er sich auch schwertut, dass gegenüber anderen Leuten zu zeigen. Einzig Hotaru blickt bisher hinter seine Fassade, durch sie lässt er sich aber auch immer wieder auf andere Leute ein und mit der Zeit – so hoffe ich jedenfalls – täte ihm ein weiterer Freund gut.

Vom Zeichenstil bin ich positiv überrascht. Er gefällt mir wirklich richtig gut und der Stil der Cover war es unter anderem, wieso ich zu der Reihe gegriffen habe. Die Linien sind fein gehalten, es hat einen Touch vom Skizzenhaften. Es geht eher ins niedliche und insgesamt sind die Panels alle sehr hell gehalten, da es aber kaum Verzierungen gibt, fühlt man sich nicht erschlagen und kann dem Geschehen leicht folgen.

Fazit & Bewertung

A Condition Called Love zeigt in den ersten vier Bänden zwar keine frische Romance-Idee im Shojo-Bereich, kann aber dadurch punkten, dass die Handlung bisher ohne großes Drama und zu große Naivität bei den Hauptcharakteren auskommt. Durch Hananois Geheimnis gibt es für die kommenden Bände einen kleinen Spannungsfaktor und ich bin gespannt, wie die Mangaka das lösen wird.

A Condition Called Love” und viele weitere Manga-Titel auf Deutsch und Englisch findet ihr auf der Comic-Plattform izneo. Dort, wie auch hier unter dem Beitrag, steht euch auch eine kostenlose Leseprobe zur Verfügung. So könnt ihr in Ruhe in den Titel hereinschnuppern. Ihr könnt izneo auf allen Geräten die iOS oder Android unterstützen herunterladen. Eine Nintendo Switch-App gibt es ebenfalls. Oder aber er besucht die Comic-Bibliothek einfach über euren Browser.

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