Rezension Folge den Wolken nach Nord-Nordwest Band 2 & 3

Nachdem Folge den Wolken nach Nord-Nordwest von Aki Irie in Band eins einen guten Auftakt hingelegt hat, ging es im zweiten Band der Serie ruhiger zu, ehe schließlich im aktuellen Band der Spannungsbogen wieder angehoben wird.

Atemberaubende Landschaftsbilder, eine spannende Story und etwas Fantasy, damit hat Aki Irie die Leser im ersten Band von Folge den Wolken nach Nord-Nordwest geködert. Klar, dass ich da auch die kommenden Bände der Reihe lesen musste.

ECKDATEN ZUM MANGA

Text&Zeichnungen: Aki Irie
Originaltitel: Hokuhokusei ni Kumo to Ike
Kategorie: Seinen | Genre: Adventure, Mystery, Slice of Life
Verlag: Carlsen
Preis: 12€ | Großformat

Weitere Informationen & Leseprobe

Worum geht es?

Kei bekommt Besuch aus Japan und sein bester Freund Kiyoshi lässt sich von ihm das geheimnisvolle Island zeigen. Auch für Kei eine gute Gelegenheit, das kleine Land noch besser kennenzulernen. Denn bald darauf hat er keine Zeit mehr die schöne Landschaft zu genießen und muss sich mit einem neuen Fall beschäftigen. Ein Bekannter seines Großvaters wendet sich an ihn und bittet Kei, seinen jüngeren Bruder ausfindig zu machen, der wie vom Erdboden verschluckt scheint.

Wie war’s?

Nachdem der erste Band von Folge den Wolken nach Nord-Nordwest ein spannendes Finale hinlegte, fühlt sich der zweite Band schon fast so an, als würde alles wieder auf null gesetzt. Im zweiten Band kommt Kei’s bester Freund, Kiyoshi, von Japan nach Island, um ihn zu besuchen. So entwickelt sich der zweite Band vor allem zu einer Art Reiseführer, in dem Kei seinen Freund berühmte Sehenswürdigkeiten Islands vorstellt und wir vor allem in die Beziehung von Kei und seinem Großvater eingeführt werden. Von Keis Bruder hingegen bekommt man nur für eine winzige Szene etwas zu sehen und von dem Vorfall im ersten Band ist keine Rede mehr.

Im dritten Band kommt dahingegen die Hauptstory wieder in Gang. Kiyoshi reist wieder nach Japan zurück und Kei nimmt seine Arbeit als Privatdetektiv wieder auf, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. In seinem ersten Fall nach seinem “Urlaub” bekommt er es dabei mit einem Vermisstenfall zu tun, der ihn allerdings durch seine spezielle Fähigkeit mit elektrischen Geräten und Autos zu kommunizieren vor keine große Aufgabe stellt. Der Fall ist schnell gelöst, führt Kei aber gleichzeitig zu einem weiteren Fall, der mit seinem jüngeren Bruder in einer engen Verbindung zu stehen scheint. Der seinerseits ist sicher bei einem Bekannten untergebracht, aber mehr als unzufrieden, dass er von seinem Bruder einfach abgeschoben wurde. Durch einige Rückblenden, die Szenen zeigen, die zwischen Band eins und zwei passieren, erfährt der Leser gleichzeitig, was sich in der Zwischenzeit zugetragen hat und auch, wo Michitaka in der Zeit aufgehalten hat, als Kei seinen Bruder noch nicht gefunden hatte.

Während der zweite Band sich vor allem um Kei, seinen Großvater und dessen Freund drehte, bekommen wir im dritten Band einen tieferen Einblick in Michitaka. Wir lernen die dunkle Seite des jüngeren Bruders kennen, die von Eifersucht und einem Verlangen nach Liebe und Aufmerksamkeit geprägt zu sein scheint. Auch scheint Michitaka wie sein großer Bruder eine besondere, allerdings angsteinflößende Gabe zu besitzen. Mehr werde ich darüber aber nicht verraten, um euch nicht den Spaß an diesem Band zu nehmen. Nachdem man das erfahren hat, scheint es aber keinesfalls mehr so abwegig, dass Michitaka vielleicht doch mit dem Tod der Verwandten in Japan zu tun hatte.

Die Zeichnungen von Aki Irie sind auch in diesen Bänden wieder eine Augenweide. Während sie im zweiten Band mit ausdrucksstarken Landschaftszeichnungen von Island überzeugen kann und ein Gefühl der Sehnsucht bei dem Leser weckt, kommen im dritten Band starke, emotionale Zeichnungen dazu, insbesondere dann, wenn man mehr über die Gabe des jüngeren Bruders erfährt. Die Hintergründe sind wie üblich dabei sehr detailliert ausgearbeitet und das Charakterdesign ist einzigartig und sticht unter anderen Zeichenstilen unverkennbar hervor.

Fazit & Bewertung

Während der zweite Band sich für mich eher wie Band 1.2 anfühlte und in der Handlung kein Schritt nach vorne gemacht wurde, nimmt die Geschichte um Kei und seinen Bruder in Band drei wieder ordentlich an Fahrt auf. Es kommt ein dunkles Geheimnis ans Licht und man hat das Gefühl, dass nun das Ganze so richtig losgehen wird, da nun die Weichen für eine spannende und zum Teil dunkle Mystery-Geschichte gelegt sind.

Ich zumindest freue mich schon sehr, mit Band vier wieder nach Island zu reisen und Kei bei der Suche nach der Wahrheit über die Schulter zu schauen.

Weitere rezensierte Bände der Serie:
Band 1

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