Rezension: Berserk Band 4 und 5

Berserk nimmt Fahrt auf und nachdem Guts und Kjaskar auf sich gestellt sind, scheint es auch für Griffith langsam eng zu werden. Wie mir die Bände vier und fünf der Ultimative Edition gefallen haben, möchte ich euch in meiner Rezension erzählen.

Die Serie des Mangaka Kentaro Miura erscheint seit 1989 und zählt mittlerweile 40 Bände. Die Sammelbände zwei und drei der Ultimative Edition umfassen in der regulären Ausgabe die Bände drei bis sechs. Berserk spielt in einer Fantasy-Welt und gehört zum Genre Dark Fantasy. Vor Brutalität wird in der Reihe nicht zurückgeschreckt, weshalb Berserk vor allem für ein älteres Publikum zu empfehlen ist. Die Ultimative Bände vier und fünf enthalten die Bände sieben bis zehn der ursprünglichen Edition.

In der Rezension versuche ich, auf große Spoiler zu verzichten, bedenkt aber bitte, dass ich manchmal auch wichtige Teile der Handlung erzählen muss, um meine Meinung verständlich zu reflektieren. Wollt ihr sicher gehen, nicht gespoilert zu werden, interessiert euch aber für die Reihe, schaut in meine Rezension zu Band eins rein.

ECKDATEN ZUM MANGA

Text&Zeichnungen: Kentarou Miura
Originaltitel: Berserk
Kategorie: Seinen | Genre: Action, Fantasy, Horror
Verlag: Panini Manga
Preis: 19,99€ | Großformat

Mehr Informationen und Leseprobe

Worum geht’s?

Guts und Kjaskar sind, nachdem sie in der Schlacht einen Steilhang hinunterstürzen, auf sich alleine gestellt und müssen sich zurück zu den Falken kämpfen ohne dabei dem Feind in die Hände zu fallen. Doch zurück in den Reihen ihres Trupps wird es nicht unbedingt leichter und nachdem Guts sich dazu entscheidet, die Falken zu verlassen, scheint nichts mehr so zu sein wie früher. Als Griffith dann auch noch einen folgenschweren Fehler begeht, scheint das Schicksal der Falken besiegelt zu sein …

Wie war’s?

In den beiden Bänden steckt einiges an Handlung. Zunächst liegt der Blick klar auf Guts und Kjaskar. Nachdem sie während der Schlacht den Steilhang hinunterstürzen, sind sie auf sich alleine gestellt. Kjaskar erzählt Guts von ihrer Vergangenheit und berichtet ihm, wie sie ihren Weg zu den Falken gefunden hatte. Sie beichtet ihm ihre größten Gefühle und der Leser kann regelrecht beobachten, wie die Beziehung zwischen diesen beiden Charakteren immer mehr wächst.

Nachdem sie ihren Weg zurück zur Truppe finden, wird es für Guts aber nur ein kleiner Aufenthalt und er verlässt die Falken, da er glaubt, dass er dort nicht seine Erfüllung finden kann. In seiner Abwesenheit aber wird die glorreiche Truppe regelrecht zerfetzt, nachdem Griffith in seiner Überheblichkeit einen folgenschweren Fehler begeht.

Der Manga liefert einen gelungenen Handlungsstrang. Von Schlachten, Intrigen, Racheakten und auch so manchen ruhigen Augenblicken gab es wirklich alles, was man sich wünschen kann. Nicht nur die Storywendungen und packenden Actionszenen halten den Leser bei der Stange, sondern auch nachvollziehbare Charakterentwicklungen. Insbesondere Kjaskars Entwicklung kann dabei überzeugen. Man kann ihre veränderten Gefühle sehr gut nachvollziehen und merkt regelrecht, wie die Liebe zum einen Mann beginnt immer kleiner zu werden, während sie für den anderen immer weiterwächst. Auch Griffith und Guts machen in den beiden Bänden eine große Entwicklung durch. Während Guts nahbarer wird und in seiner Zeit alleine auch merkt, dass ihm etwas fehlt, verändert sich auch Griffith durch den Fortgang von Guts maßgeblich und es scheint, als würden diese Entwicklungen später noch eine Rolle in der Geschichte spielen, insbesondere durch das, was wir aus früheren Bänden vor der Rückblende schon wissen. Der Anführer der Falken scheint nach dem verlorenen Zweikampf mit Guts, der schließlich zu dessen Fortgang führt, melancholisch, ernst und antriebslos.

Die Zeichnungen von Miura können auch in diesem Band wieder überzeugen. Der Stil des Mangakas ist düster gehalten, aber im großen Teil des Mangas sehr detailliert und fein ausgearbeitet. Er schreckt nicht davor zurück, all die Brutalität seiner Geschichte in seinen Bildern zu zeigen. Die Kämpfe sind dabei sehr dynamisch gezeichnet und kommen ohne viel Gerede aus. Nicht selten sind dabei große Panels, die das Geschehen mit all dem Detailreichtum perfekt einfangen können. Für seichte Gemüter ist der Titel daher auch nur schwerlich zu empfehlen. Man muss damit rechnen, dass hier die Gewalt in all ihrer Härte gezeigt wird.

Fazit & Bewertung

Kentaro Miura gelingt es aktuell, seiner Geschichte mit jedem Band mehr Leben einzuhauchen. Während ich bei Band eins noch Luft nach oben gesehen habe, ging es ab Band zwei der Ultimative Edition deutlich aufwärts. Die Charakterentwicklungen als auch Storyverläufe sind überzeugend und spannend dargestellt. Auch kann die Reihe mit einer ausgewogenen Mischung zwischen Action und ruhigeren Momenten überzeugen.

Ich bin gespannt, wohin die Reise von Guts in den kommenden Bänden noch gehen wird und bin froh, dass ich (wenn auch spät) diesen Dark-Fantasy-Titel doch begonnen habe.

Vielen Dank an Panini Manga für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Band 5!

Weitere rezensierte Bände der Serie:
Band 1
Band 2 & 3

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