Herzlich willkommen auf meinem Mangablog. Hier findet ihr Rezensionen zu deutschen und englischen Manga sowie Beiträge über Themen und Aspekte, die mich an dem Medium interessieren. Ab und an schaue ich auch über den Tellerrand hinaus und schnuppere in Comic-Kunst abseits Japans hinein.

Die Tagebücher der Apothekerin: Geheimnisse am Kaiserhof (Band 2)

Die Tagebücher der Apothekerin (Band 2)

[Anzeige, da Rezensionsexemplar]

Die Manga-Serie ist die Adaption einer Light-Novel-Serie, die ursprünglich als Web Novel veröffentlicht wurde. Entsprechend sind einige Personen an dem Werk beteiligt. Die Originalstory stammt aus der Feder von Natsu Hyuuga. Für die Manga-Story ist zudem Itsuki Nanao zuständig.

Das originale Charakterdesign entwarf Touko Shino, Mangaka ist Nekokurage. In Japan läuft die Reihe unter dem Titel Kusuriya no Hitorigoto im Seinen-Magazin Big Gangan von Square Enix. Als Taschenbuch sind bislang zehn Bände auf dem japanischen Markt erschienen.

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Text: Natsu Hyuuga Zeichnungen: Nekokurage | Originaltitel: Kusuriya no Hitorigoto | Übersetzung: Verena Maser| Verlag: Manga Cult | Zielgruppe: Seinen | Genre: Historisch, Mystery| Preis: 10,00€ | Großformat | Weitere Informationen & Leseprobe

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Wie war’s?

Maomao ist innerhalb des Hofes schnell aufgestiegen und ist Hofdamen von Gyokuyo, einer der Geliebten des Kaisers. Diese Position verdiente sie sich, indem sie Gyokuyos Kind vor dem Gift rettete, das in einem Schminkpulver enthalten war. Für diese Heldentat wird Maomao vom Kaiser vorübergehend in den Kristallpavillon geschickt, um eine seiner anderen Konkubinen, Lifa, zu heilen. Lifa ist nach wie vor von der Giftaffäre betroffen und ihre derzeitigen Hofdamen scheinen mit der Situation nicht fertigzuwerden.

Die Tagebücher der Apothekerin besticht auch im zweiten Band wieder durch einem, stark vom alten China inspirierten Setting, in dem Maomao sich zurechtfinden muss und durch ihre Intelligenz und ihr Einfallsreichtum neue Verbündete findet.

Der zweite Band führt Maomao zur anderen Konkubine des Kaisers und wir eine Maomao kennen, die hart und streng sein kann, eine Facette, die wir im ersten Band nicht kennenlernen konnten. Sie ist keineswegs eine naive Apothekerin, die sich an einem skrupellosen kaiserlichen Hof durchschlägt, sondern weiß, ihre Intelligenz und Überzeugungen als Waffe für ihren Erfolg einzusetzen. Ihre Art, sich durchzusetzen und sich auch in schwierigen Situationen zurechtzufinden, sorgt dafür, dass die Leserschaft eine glaubhafte Heldin erhält, die einem sofort sympathisch ist. Außerdem erfahren wir mehr über die Vergangenheit unserer Heldin, die sich Jinshi anvertraut.

Danach wird die Welt des Mangas weiterentwickelt, indem man uns nicht nur den Kaiser vorstellt, sondern auch seine anderen Konkubinen, von denen es derzeit insgesamt vier gibt. Der Hof, hinter dessen majestätischem Äußeren sich ein ständiger Kampf zwischen den Geliebten des Kaisers verbirgt, nimmt immer mehr Formen an. Mittendrin in diesem Schlachtfeld ist Maomao, deren Rolle als Vorkosterin einmal mehr von einer großen Bedeutung ist.

Die Geschichte wird im zweiten Band angenehm weiterentwickelt und die Welt in der Maomao lebt, nimmt Schritt für Schritt immer mehr Facetten und Konturen ein. Darüber hinaus werden neue Charaktere eingeführt, die sicherlich in den kommenden Bänden noch an Bedeutung gewinnen werden. Durch diese Maßnahme rückt im Vergleich zu Band eins Jinshi etwas in den Hintergrund. Es ist aber keinesfalls so, als würde er völlig untergehen. In entscheidenden Situationen tritt er erneut auf und man hat das Gefühl, dass ihm wirklich etwas an Maomao liegt. Die Chemie zwischen den beiden funktioniert wieder einmal hervorragend.

Die Erzählung ist einmal mehr flüssig umgesetzt und wir treffen im zweiten Band auf insgesamt zwei größere Handlungsbögen. Der Stil ist passend und schafft die Balance zwischen Humor und Ernst gut.

Nekokurage setzt den Manga mit seinem Ton in ihren Zeichnungen gut um. Die Mangaka kann die kaiserlich-asiatische Ästhetik mit den langen fließenden Gewändern, den komplizierten Kopfbedeckungen und den Frisuren eingefangen und überzeugt mit einem abwechslungsreichen Charakterdesign. Ein Fokus liegt auch auf der Mimik, welches insbesondere bei der Protagonistin funktioniert. Nekokurage schafft es, Maomaos sarkastische Persönlichkeit durch ihre Mimik wirklich zur Geltung zu bringen.

Fazit

Die Tagebücher der Apothekerin kann auch im zweiten Band voll überzeugen. Auch wenn ernstere Themen behandelt werden, behält der Manga in der Summe eine eher lockere Atmosphäre. Eine Mischung, die die Handlung spannend hält. Fans von Heldinnen, die ihre Probleme lieber mit ihrem Verstand als mit Schönheit oder Muskelkraft lösen, werden an der Reihe sicherlich viel Freude haben.

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Weitere rezensierte Bände der Serie

Band 1

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Bei diesem Manga handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, welches mir freundlicherweise von Manga Cult zur Verfügung gestellt worden ist. Vielen Dank dafür!

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