Shiba - Ein Hund zum Verlieben

Katzen-Manga, die gibt es auf dem deutschen Markt bereits. Nun folgt bei Carlsen mit Shiba- Ein Hund zum Verlieben einen Hunde-Manga rund um die Hündin Shibako mit Witz und Charme.

Mit Shiba- Ein Hund zum Verlieben bringt Carlsen-Manga mit seinem Herbst-Programm nach einigen Katzen-Titeln nun einen Titel für alle Hunde-Liebhaber. Hinter dem Titel steht mit das Mangaka-Duo Mayumi Muroyama, welches in Japan bekannt und erfolgreich ist, da bisher eine westliche Veröffentlichung aber ausblieb, in Deutschland wohl nur einem kleinen Kreis bekannt sein dürfte.

Das Duo besteht aus Mayumi Muroyama und ihrer jüngeren Schwester Mariko Muroyama. Ihr Debüt gaben sie in Japan bereits im Jahr 1976 mit Ganbare Aneko in der Zeitschrift Shojo Comic.

Ihr bekanntestes Werk aber ist Asari-chan. Ein Shojo-Manga, der von 1978 bis 2014 lief und 100 Sammelbände umfasste. In 1985 gewann Asari-Chan den Shogakukan Manga Award in der Kategorie bester Kindermanga. Zudem gehört der Manga zu den bestverkauften Shojo-Mangas in Japan.

ECKDATEN ZUM MANGA

Text & Zeichnungen: Mariko Muroyama
Originaltitel: Omake no shibake
Genre: Comedy
Verlag: Carlsen
Preis
: 7,00€

Weitere Information & Leseprobe

Worum geht’s?

Die etwas mürrische Frau Saotome möchte sich in einer Tierhandlung einen kleinen, süßen Shiba kaufen. Shibako ist ihr bereits zu alt und mit ihrem Aussehen auch nicht perfekt genug. Sie entscheidet sich daher für den Welpen Taro. Durch einen pfiffigen Verkaufstrick der Verkäuferin, kommt es aber dazu, dass auch Shibako bei Frau Saotome ein neues Zuhause findet.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten, merkt Frau Saotome, dass hinter Shibako mehr steckt, als sie zunächst glaubt.

Wie war’s ?

Shiba – Ein Hund zum Verlieben ist ein Manga-Band, der aus vielen einzelnen Episoden besteht, die von dem Zusammenleben von Hündin Shibako mit und rund um Familie Saotome erzählen. Denn neben der alten Dame lernen wir auch ihren Enkel, ihre Freundinnen und ihre Schwiegertochter kennen.

Die Handlungen sind dabei leicht gehalten und es geht in die Comedy/Slice-of-Life-Richtung, dennoch gibt es auch Geschichten, die durchaus einen traurigeren Unterton anschlagen, wenn auch jede Episode mit einer Spur Leichtigkeit abgeschlossen wird. Die Geschichten sind dabei unterschiedlich gestaltet und sorgen so für Abwechslung beim Lesen.

Das Mangaka-Duo zeichnet dabei ein gutes Bild von Frau Saotomes Umgebung und ihrer Persönlichkeit. Der erste Eindruck, den sie auf den Leser hat, ist dabei alles andere als positiv. Sie wird als mürrische, alte Frau dargestellt, die überhaupt kein Interesse an Shibako hat. Einzig, weil sie eine kostenlose Zugabe ist, wird sie mit nach Hause genommen. Und auch dort erfährt Shibako zunächst kaum Liebe und bekommt sogar einen albernen Maulkorb, weil sie nachts bellt. Das ändert sich, als die alte Frau merkt, wieso Shibako sich so auffällig benahm. Saotome schließt Shibako daraufhin ins Herz und die Beiden werden zu einem richtig guten Gespann. Frau Saotome, die von vielen einfach nur als “alte Hexe” benannt wird, ändert sich aber nicht völlig und bleibt ein Charakter mit Ecken und Kanten, was sie aber durchaus auch charmant macht.

Shibako indes ist der genaue Gegenpart und versucht, alles mit Liebe und Einfühlungsvermögen zu lösen. Dazu gibt es noch den Welpen Taro, bei dem die Mangaka doch kindliche Züge einbauen. Er ist wild, ungehobelt und stürzt schnell mal darauf los.

Ein wenig speziell kommt der Zeichenstil daher. Man sieht dem Artwork an, dass die Beiden ihre Karriere in den 70er und 80er-Jahren begonnen haben. Der Stil erinnert doch sehr an damalige Comedy-Manga. Die Figuren sind eher unsauber gezeichnet und besondere Merkmale werden mehr herausgearbeitet. Die Mimik und Gestik werden in den komödiantischen Momenten deutlich herausgehoben. Die Paneldarstellung ist recht unterschiedlich. Währen auf einigen Seiten mit abgeschlossenen, rechteckigen Panels gearbeitet wird, bricht das Duo dieses System auf anderen Seiten auf und man findet auch mal sich überlappende Panels oder solche, die keinen festen Rahmen haben.

Fazit & Bewertung

Shiba – Ein Hund zum Verlieben ist vor allem eins: Ein entspannender Manga für zwischendurch, wenn man gerade keine Lust auf eine anspruchsvolle Reihe hat oder einfach Abschalten möchte.

Der Manga überzeugt mit einem ganz eigenen Charme und kleinen, netten Episoden rund um den Shiba Inu. Der Zeichenstil mag zwar etwas speziell wirken, wer sich darauf einlässt, bekommt aber einen Manga, der durchaus überzeugen kann und für schöne Stunden zum Abschalten sorgt.

Vielen Dank an Carlsen für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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