© Cover: KAZÉ Manga
Fire Punch
Die Welt ist unter Eis und Schnee begraben. Nahrung ist knapp, ganze Dörfer kämpfen ums Überleben und einige Menschen besitzen besondere Fähigkeiten. Zu ihnen gehören die Geschwister Agni und Luna, deren Körper sich selbst regenerieren. Agni hält sein Dorf am Leben, indem er immer wieder Teile seines Körpers als Nahrung zur Verfügung stellt.
Dann taucht Doma auf. Seine Flammen erlöschen erst, wenn ihr Ziel vollständig verbrannt ist. Luna und die übrigen Dorfbewohner*innen sterben, doch Agnis Regeneration ist stärker als das Feuer. Er überlebt und brennt weiter. Jede Sekunde, jeden Tag. Von diesem Moment an hält ihn vor allem ein Gedanke am Leben: Rache.
Nach diesem Auftakt könnte Fire Punch eine recht geradlinige Rachegeschichte werden. Fujimoto hat daran allerdings wenig Interesse. Agni wird zum Helden, Gott, Monster und Darsteller in einer Geschichte, die andere Menschen für ihn schreiben. Besonders deutlich wird das durch Togata, eine filmbegeisterte Figur, die Agnis Rachefeldzug kurzerhand in einen Film verwandeln möchte. Schon hier beschäftigt Fujimoto sich damit, wie Bilder eine vermeintliche Wahrheit erzeugen und wie schnell ein Mensch hinter seiner Rolle verschwindet.
Der Manga ist brutal und verlangt seinem Publikum einiges ab. Hunger, Kannibalismus, religiöser Fanatismus und ein Körper, der ohne Pause verbrennt, gehören noch zu den leichter zu erklärenden Dingen. Wer nach Chainsaw Man Fujimotos frühere, deutlich rauere Serie kennenlernen möchte, findet hier acht abgeschlossene Bände. Die deutsche Ausgabe erschien von 2018 bis 2019 vollständig bei KAZÉ Manga und ist gedruckt sowie digital erhältlich.
Austausch
Jetzt interessiert mich deine Meinung!
Wie siehst du das? Schreib mir deine Gedanken gerne unten in die Kommentare.