Astra Lost in Space - Rezension

Da “Astra Lost in Space” ab dem kommenden Monat bei Egmont Manga auch auf Deutsch erscheinen wird, möchte ich mit meiner heutigen Rezension den Unentschlossenen den Manga noch einmal vorstellen. Gelesen habe ich die Reihe bereits vor einiger Zeit auf Englisch.

Die Reihe war für mich ein Zufallsfund, als weder Anime noch die deutsche Lizenz angekündigt waren. Ich war auf die Reihen bei meinen Streifzügen auf der Seite des US-Verlages aufmerksam geworden und als ich sie dann durch Zufall bei Ebay komplett gesehen hatte, habe ich zugegriffen, da der Preis nicht zu schlagen war.

Insgesamt wird die Reihe fünf Bände haben, wobei der finale Band sehr dick ist und fast wieder als zwei Bände durchgehen könnte. Angekündigt ist in Deutschland zudem die Anime-Serie.

ECKDATEN ZUM MANGA
Ich habe euch die Daten für die deutsche Veröffentlichung angepinnt. Alle Infos zur von mir gelesenen englischen Ausgabe, findet ihr bei VIZ.

Text&Zeichnungen: Kenta Shinohara
Originaltitel: Kanata no Astra
Zielgruppe: Shonen | Genre: Action, Sci-Fi, Drama
Verlag: Egmont Manga
Preis: 7,50 €

In fünf Bänden abgeschlossen

Weitere Informationen zu Astra Lost in Space

Worum geht es?

Im Jahr 2061 ist das Reisen durch den Weltraum kein Wunschdenken mehr. Neun Schüler der Caird High School brechen zu ihrem “Planet-Camp” auf, doch als sie auf dem Planeten ankommen, werden sie von einer mysteriösen Lichtkugel verschluckt und 5012 Lichtjahre weit weg teleportiert. Auf sich gestellt beginnt der Kampf ums Überleben und dann verhärtet sich der Verdacht, dass unter ihnen ein Mörder ist …

Meine Meinung

Ich habe nach den ersten Seiten nicht viel von der Serie erwartet. Die ersten Kapitel waren für meinen Geschmack zu kindisch und wir hatten diese typischen Shonen-Witze, die mir häufig schnell auf die Nerven gehen. Es hat entsprechend ein bisschen gedauert, bis ich in die Reihe herankam und als ich meine Hoffnung schon fast aufgegeben hatte, bekam die Story die nötige Tiefe.

Es kommt ein spannender Mystery-Faktor hinzu und ein Geheimnis, welches sich erst in späteren Bänden aufklärt und über welches meine Lippen natürlich versiegelt sind. Immer wieder gab es auch kleinere Plot-Twists. Ich muss sagen, da hatte mich die Reihe dann doch wieder überrascht und ich hatte mich auf die weiteren Bände sehr gefreut. Durch die Reise über die verschiedenen Planeten kommt auch immer eine nette Sci-Fi-Atmosphäre auf.

Von den Charakteren her, liefert “Astra Lost in Space” eine bunte Palette ab, bei denen jeder Leser jemand finden wird, mit dem er sich besonders identifizieren kann. Auch hier gab es einen kleineren Twist, wo ich allerdings sagen muss, es mir vom ersten Band irgendwie sehr offensichtlich war und ich nur dachte: Ähm, war das nicht klar?

An dieser Stelle hätte ich auch gerne mehrere Bände gehabt, auch wenn die Story für die Kürze sehr gut ausgearbeitet war, denn so hätten die Charaktere noch ein wenig mehr Tiefe entwickeln können. Jeder hat seinen kleinen Solo-Arc, in dem sie wachsen und sich ihren Klassenkameraden mehr anvertrauen, es fehlte mir aber noch das gewisse Etwas, das sie mehrdimensionaler macht.

Für mich unnötig fand ich den Fanservice, der für mich die größte Schwäche der Reihe war. Es waren nur ganz wenige Situationen und ich meine auch nur in einem Band “extrem”. Im Gegensatz zu anderen Titeln, die ich mir angesehen oder gelesen habe, war es vollkommen im “normalen” Shonen-Rahmen.

Der Zeichenstil von Kenta Shinohara hat mir sehr gut gefallen, wenn er jetzt auch nicht wirklich aus der Masse heraussticht. Er geht mehr ins realistische, hat aber auch den typischen Shonen-Touch. Die Hintergründe sind oft einfach gehalten oder gar nicht vorhanden. Den jeweiligen Panels konnte man einfach folgen.

Fazit & Bewertung

“Astra Lost in Space” ist ein nettes Weltraum-Abenteuer mit einigen interessanten Charakteren und einem guten Mystery-Anteil. Die Serie leistet mehr, als man nach dem ersten Band erwartet und liefert in den fünf Bänden eine runde Story ab, die sich auch für Nicht-Shonen-Fans lohnen könnte.

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