Herzlich willkommen auf meinem Mangablog. Hier findet ihr Rezensionen zu deutschen und englischen Manga sowie Beiträge über Themen und Aspekte, die mich an dem Medium interessieren. Ab und an schaue ich auch über den Tellerrand hinaus und schnuppere in Comic-Kunst abseits Japans hinein.

Tokyo Revengers (Band 3) - Manga Rezension

Tokyo Revengers (Band 3)

In Japan erscheint Tokyo Revengers seit März 2017 im Weekly Shonen Magazine von Kodansha. Inzwischen sind (Stand September 2022) 29 Bände erschienen.

In der Reihe, die ihn populär gemacht hat, erzählt Ken Wakui von einem Milieu, in dem er sich fast ein Jahrzehnt lang aufgehalten hat. Als Teenager verbrachte der Mangaka selbst viel Zeit in Straßengangs.

Im Jahr 2004 nahm Wakui mit Shinjuku Swan am Weekly Young Magazine Newcomer Award teil, wo er eine lobende Erwähnung erhielt. Im darauffolgenden Jahr begann die Serie im Weekly Young Magazine, wo sie bis 2013 lief. Tokyo Revengers ist seine zweite längere Reihe.

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Story&Zeichnungen:  Ken Wakui  | Originaltitel:  Tokyo Revengers | Übersetzung: Martin Bachernegg | Genre: Action, Drama| Demografische Zielgruppe: Shonen | Verlag: Carlsen Manga | Preis: 10,00€ (Band 1 erscheint zum Einführungspreis von 8,00€) | Weitere Informationen zum Titel

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Wie war’s?

Trotz seiner Bemühungen ist es Takemichi nicht gelungen, die Gegenwart so zu verändern, wie er es sich gewünscht hätte. Daher muss er noch einmal ganz von vorne anfangen und einen anderen Weg suchen. Der, der ihm vorschwebt, wirkt wie ein unüberwindbarer Berg, und doch könnte es DIE Lösung sein, die er braucht. Nachdem er eine schockierende Entdeckung über Draken gemacht hat, reist er also zurück in die Vergangenheit, um eine Mission zu erfüllen, die noch komplizierter scheint, als diejenigen zuvor.

Warum musste Hina sterben? Was ist 2017 aus Draken geworden, nachdem sein Tod im Jahr 2005 verhindert wurde? Warum ist er so wütend auf Kisaki? Warum hat Kisaki einen Hass auf Mikey entwickelt? Mit all diesen Fragen im Kopf reist “Takemichi” zurück in die Vergangenheit, bereit, seinen Aufstieg zu beginnen, doch schon bald tauchen Probleme auf!

Takemichi begreift, dass die Erfüllung seiner Mission komplizierter sein wird als erwartet, und er springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her, um mehr Informationen zu erhalten, die ihm helfen, das Schicksal zu überlisten. Wie in den vorherigen Bänden wird ihm klar, dass er noch mehr Tote verhindern muss, um sowohl seine Freunde als auch Hinata zu retten. Vor dem Hintergrund eines neuen Bandenkrieges zwischen der Tokyo Manji Gang und Walhalla zeichnen sich neue Ziele ab.

Während der Band relativ ruhig beginnt, bringt der Mangaka nach der Rückkehr in die Vergangenheit den Leser*innen zunächst die Hierarchie der Tokyo Manji Gang nah, was zweifellos für den weiteren Handlungsverlauf und den Zielen von Takemichi von Bedeutung sein dürfte. Wakui beleuchtet die Funktionsweise der Brigaden, während Pachins Inhaftierung dazu führt, dass die Hierarchie ein wenig überarbeitet wird, was zur Folge hat, dass Mitglieder der Moebius aufgenommen werden. Auch betreten neue Charaktere das Parkett: Keisuke Baji, ein alter Freund von Mikey, der sich nun auf die Seite des Feindes schlagen möchte und Walhalla beitritt.

Takemichi wird von Mikey mit einer neuen Aufgabe betraut, die sich auf die Zukunft des Tokyo Manji Gang auswirken könnte. Eine Aufgabe, die die Leserschaft die Ursprünge der Gang näherbringt und entüllt, was zum ersten Bruch in der Tokyo Manji Gang geführt hat. In Rückblenden wird uns die Verbindung zwischen Mikey, Draken und auch Baji erläutert. Letzterer steht im Mittelpunkt des neu eingeführten Handlungsbogens und wir erfahren schnell, dass er eine Verbindung zum Tod von Mikeys Bruder hat.

Es ist schwer, die Hauptmotivation unseres Helden Takemichi nicht aus den Augen zu verlieren, da die Geschichte von Band zu Band an Komplexität gewinnt. Denn Tokyo Revengers wird letztendlich auch die Geschichte der Tokyo Manji Gang sein und nicht nur die, um Takemichi, der alles versucht, um das Mädchen, das er liebt, zu retten.

Es werden erneut viele Charakter eingeführt, von denen nicht ganz klar ist, wer der wirkliche Verräter ist und welche Motive sie verfolgen. Die Ereignisse scheinen sich zu überschlagen, aber dennoch kann man der Erzählung weiterhin gut folgen. Ken Wakui führt interessante Wendungen ein, indem es nun eine direkte Verbindung zu den Anfängen der Gang von Mikey zu geben scheint.

Die Zeichnungen sind prägnant und verfügen trotz eines Shonen-Touches über genug Eigenständigkeit. Die Kampfszenen sind dynamisch umgesetzt und die Bewegungen sind spürbar. Seine Figuren haben alle markanten Merkmale, wodurch man sie gut auseinanderhalten kann.

Anders als im vorherigen Band liegt in Band 3 der Serie kein Extra bei.

Fazit

Ken Wakui sorgt mit neuen Charakteren und den Blick auf die Anfänge der Gang für frischen Wind in der Geschichte von Tokyo Revengers, wobei inzwischen klar ist, dass die Aufgabe von Takemichi mit jedem Band größer zu werden scheint. Umso mehr Figuren er kennenlernt, desto mehr Menschen scheint er vor einem traurigen Schicksal bewahren zu müssen.

Fans von Action-Shonen und Gangthematiken werden weiterhin bestens bedient.

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Weitere rezensierte Bände der Serie

Band 1 | Band 2

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Bei diesem Manga handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, welches mir freundlicherweise von Carlsen zur Verfügung gestellt worden ist. Vielen Dank dafür!

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