Herzlich willkommen auf meinem Mangablog. Hier findet ihr Rezensionen zu deutschen und englischen Manga sowie Beiträge über Themen und Aspekte, die mich an dem Medium interessieren. Ab und an schaue ich auch über den Tellerrand hinaus und schnuppere in Comic-Kunst abseits Japans hinein.

Berserk ( Band 9)

Berserk: Ultimative Edition (Band 9)

[Anzeige, da Rezensionsexemplar]

Berserk ist eines der Klassiker in der Manga-Szene und die Dark-Fantasy-Reihe läuft nun bereits seit 1989 in Japan. Dennoch bringt es Berserk, durch viele Unterbrechungen, für den großen Veröffentlichungszeitraum auf aktuell gerade einmal 40 Bände.

Auf Deutsch erscheint die Serie seit 2001 bei Panini und inzwischen hat es der Klassiker auf drei verschiedene Editionen gebracht. Neben der normalen Ausgabe im Taschenbuchformat, gibt es die Max-Ausgabe sowie die Ultimative Edition im Großformat mit Plastik-Umschlag. Die Max-Edition wie auch die Ultimative Edition sind jeweils 2-in-1-Editionen.

Der neunte Band der Ultimative-Edition umfasst die Bände 17 und 18 der regulären Ausgabe. Wir haben also die Hälfte der Originalbände schon fast geschafft.

In der Rezension versuche ich, auf große Spoiler zu verzichten, bedenkt aber bitte, dass ich manchmal auch wichtige Teile der Handlung erzählen muss, um meine Meinung verständlich zu reflektieren. Wollt ihr sicher gehen, nicht gespoilert zu werden, interessiert euch aber für die Reihe, schaut in meine Rezension zu Band eins rein.

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Text/Zeichnungen: Kentarou Miura | Originaltitel: Berserk | Verlag: Panini Manga | Kategorie: Seinen | Genre: Action, Fantasy | Preis: 19,99€ | Großformat | Mehr Informationen und Leseprobe

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Inhalt

Guts schafft es zwar, mit der Hilfe von Puck, aus dem Lager der Ritter der Heiligen Kette zu fliehen, doch den Dämonen kann er nicht entkommen und sie lauern bereits auf den schwarzen Ritter. Wenig später wird ihm durch eine Vision neues Unheil vorhergesagt.

Wie war’s?

Mit Pucks Hilfe entkommt Guts aus dem Lager der Ritter von der Heiligen Kette und flieht mit Farnese als Geisel zu Pferd in die Nacht. Weit kommen die beiden jedoch nicht, als eine Horde von Dämonen sie angreift.
Ein Erlebnis, welches beide Charaktere emotional zurücklassen sollte. Am nächsten Morgen, nach dem Kampf, lässt Guts Farnese laufen.

Wenig später wird ein neuer Arc eingeleitet. Guts’ dämonisches Kind erscheint vor ihm und vermittelt ihm eine Vision, in der Kjaskar auf einem Scheiterhaufen als Hexe verbrannt werden soll. Er eilt voller Sorge um sie zurück zu Godot, muss aber feststellen, dass sie verschwunden ist. Von Rikkelt erfährt er von der Stadt Albion – dem Flüchtlingslager, in das die Midlander angesichts einer kürzlichen Seuche strömten, wo er seine verlorene Geliebte vermutet. Auf seiner Reise nach Albion findet Guts einen jungen Begleiter und erhält vom Totenkopfritter eine beängstigende Prophezeiung.

In diesem Band entwickelt sich die Handlung weiter und Kentaro Miura läutet einen neuen Teil seiner Geschichte ein. Nachdem es im ersten Teil darum ging, wie Guts zum schwarzen Ritter wurde, lassen wir diesen Part nun langsam hinter uns. Guts hat zwei Jahre fruchtloser Rache an Griffith auf den Buckel. Eine Zeit, in der sich etwas in der Welt ausgebreitet hat. Eine böse Macht wächst heran und was mit der Sonnenfinsternis begonnen hatte, scheint noch lange nicht vorbei Zusein. Das zeigt der Mangaka unter anderem in beängstigenden und beklemmenden Kapiteln, in denen die Geschichte Abseits von Guts Weg erzählt wird.

Guts seinerseits macht eine wichtige Charakterentwicklung durch. Bei seinem Aufenthalt beim Schmied Godot wird ihm vor Augen geführt, dass er in den letzten Jahren vor allem von der Person davongelaufen ist, die ihn in jener Zeit am meisten gebraucht hat. Guts erhält mentale und emotionale Unterstützung, um ihn nach der Tragödie um die Sonnenfinsternis wieder auf die Beine zu bringen. Kapitel, die wirklich großartig gestaltet sind und die Verletzbarkeit unseres sonst wilden und unnahbaren Helden zeigen.

Auch abseits von Guts sind die Charaktere gut geschrieben, entwickeln sich und wirken mehrdimensional. Puck sorgt wie üblich für etwas komödiantische Abwechslung, was in diesen Bänden aber gut zu der ansonsten düsteren Story passt. Es fühlt sich nicht deplatziert an.

Freuen darf die Leserschaft sich auf die Rückkehr von Kjaskar, die nicht nur in den Gedanken von Guts wieder in den Mittelpunkt rückt, sondern auch als Figur auftritt. Sie ist von der Sonnenfinsternis weiterhin gezeichnet und auf Hilfe von außen angewiesen, um in der dunklen Welt zu überleben. Doch als sie die Aufmerksamkeit auf sich zieht, scheinen auch, die neugefundenen Freunde, ihr nicht helfen zu können. An dieser Stelle wird es spannend, wohin ihr Weg im nächsten Band führen wird.

Das Artwork ist auch in diesem Band wieder ausgezeichnet. Insbesondere in seinen Actionszenen kann Miura überzeugen und liefert Doppelsplash an Doppelspash, der einen wirklich in die Kämpfe hineinsaugt.

Fazit

Nachdem mich der vorherige Band nicht ganz packen konnte und eher wie eine Zwischenstory wirkte, nimmt Berserk im neunten Band der Ultimative Edition wieder deutlich an Fahrt auf und Miura beginnt einen neuen Handlungsstrang, der viel Spannung und Emotionen verspricht. Ferner sorgt er für eine Charakterentwicklung bei Guts, die vor allem durch treue Begleiter in seiner Umgebung herbeigeführt wird.

Es bleibt aber zu betonen, dass die Geschichte nichts für zarte Gemüter ist.

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Weitere rezensierte Bände der Serie

Band 1 | Band 2&3 | Band 4&5 | Band 6&7 | Band 8

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Bei diesem Manga handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, welches mir freundlicherweise von Panini Manga zur Verfügung gestellt worden ist. Vielen Dank dafür!

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