Herzlich willkommen auf meinem Mangablog. Hier findet ihr Rezensionen zu deutschen und englischen Manga sowie Beiträge über Themen und Aspekte, die mich an dem Medium interessieren. Ab und an schaue ich auch über den Tellerrand hinaus und schnuppere in Comic-Kunst abseits Japans hinein.

HellsParadise 5 Manga

Hell’s Paradise: Jigokuraku (Band 5)

Hell’s Paradise war für mich ein Manga, den ich 2020 erst nach einigen guten Kritiken begonnen habe, der mich mit seinen Zeichnungen und seiner Art zu erzählen, aber sofort in den Bann ziehen konnte. Im letzten Jahr gehörte der Titel klar zu meinen Jahres-Favoriten.

In Japan erschien Hells’s Paradise im Online-Magazin Shonen Jump + des Shueisha-Verlags. Am 24. Januar erschien das 127. und letzte Kapitel der Reihe. Auf dem deutschen Markt erscheint Hell’s Paradise bei KAZÉ-Manga, welche 2015 bereits die dreibändige Reihe Fantsama von Yuij Kaku veröffentlichten.

In der Rezension versuche ich, auf große Spoiler zu verzichten, bedenkt aber bitte, dass ich manchmal auch wichtige Teile der Handlung erzählen muss, um meine Meinung verständlich zu reflektieren. Wollt ihr sicher gehen, nicht gespoilert zu werden, interessiert euch aber für die Reihe, schaut in meine Rezension zu Band eins rein.

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Text/Zeichnungen: Yuji Kaku | Originaltitel: Jigokuraku | Verlag: KAZÉ Manga | Kategorie: Shonen | Genre: Action, Mystery | Preis: 6,95€ | Weitere Informationen

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Inhalt

Gabimaru der „Seelenlose“ ist ein gefürchteter Ninja und hat die Todesstrafe erhalten. Doch nachdem alle Versuche scheitern, ihn zu töten, wird Scharfrichterin Sagiri hinzugezogen. Die erkennt hinter dem leeren Blick des Auftragskillers mehr und macht mit ihm einen Deal. Er soll sie auf eine gefährliche Insel begleiten und das “Elixier der Unsterblichkeit” finden. Im Gegenzug wartet die Begnadigung auf ihn. Auf der Insel aber stellt sich schnell heraus, dass die Aufgabe deutlich schwieriger ist, als es zunächst den Anschein hat. Die einzelnen Teams treffen auf kuriose Wesen und eine große Macht, die ihnen nach den Leben trachtet.

Wie war’s?

In dem fünften Band von Hell’s Paradise rückt der Fokus von Gabimaru ab und den Großteil des Bandes folgen die Leser*innen der Gruppe um Sigiri, Yuzuriha und Senta. Sie stoßen auf einen der Tensen, Mudan, und es kommt zu einem Kampf um Leben und Tod. Dabei stehen vor allem die beiden Frauen im Mittelpunkt und können mit ihrer Auffassungsgabe und ihren Fähigkeiten glänzen. Auch stoßen mit Nurugai und Shion zwei weitere Charaktere zur Gruppe, die dem Trio im Kampf gegen den Tensen zur Seite stehen.

Die Leser*innen bekommen einen packenden Kampf geliefert, der nicht für alle Figuren ein gutes Ende nimmt. Gleichzeitig werden wieder einige Informationen über die Insel eingebettet. Man erfährt einiges über das Tao, aber auch Geheimnisse rund um die Insel und die Machenschaften der geheimnisvollen Tensen werden enthüllt. Die Informationsflut ist zwar gut eingestreut in den Kampf, es dürfte aber insbesondere westlichen Leser*innen schwerfallen, gleich bis ins Detail zu verstehen, da das Hintergrundwissen über den Grundgedanken und die Basis fehlt, worauf Kaku seine Ideen in Hell’s Paradise aufbaut.

Während die Gruppe um Sigiri sich anschließend von den Wunden und der Erschöpfung des Kampfes erholt, erfährt man, was aus Gabimaru geworden ist, der in diesem Band in den Hintergrund rückt und erst im letzten Teil wieder auftaucht. Man erfährt, dass die große Verwendung des Tao im vorherigen Kampf bei ihm seine Spuren hinterlassen hat. Gabimaru hat sein Gedächtnis verloren und während er dem neuen Plan seiner Gruppe lauscht, versucht er, seine Gedanken zu sortieren, um zu verstehen, was sich überhaupt zuträgt und wer Feind und wer Freund ist. Eine Situation, die zum Ende des fünften Bandes ihren Höhepunkt findet, als sie auf Chobe und Toma treffen. Hier darf man gespannt sein, wie dieser Handlungsstrang im folgenden Band fortgesetzt werden wird.

Was die Charaktere angeht, gelingt es Kaku, ihnen weiterhin eine sehr gute Tiefe zu verleihen. In diesem Band liegt dieser Fokus vor allem auf Yuzuriha und Senta und insbesondere bei Letzterem erfahren wir viel über seine Träume und seine eigentlichen Wünsche.

In seinen Illustrationen steht Kaku den vorherigen Bänden in nichts nach. Seine Zeichnungen sind detailliert, haben aber dennoch in Kampfszenen, die gewisse Dynamik, um Bewegungen und Schnelligkeit gut dazustellen. Hell’s Paradise verbindet Body-Horror mit einer sanften, bizarren Schönheit. Darüber hinaus ist Kaku hervorragend darin, eine emotionale Verbindung zwischen dem Leser und den Charakteren zu schaffen. Dies wird in diesem Band deutlich, wenn es sich von einem der Figuren zu verabschieden heißt.

In der Ausstattung liefert KAZÉ-Manga als Extra auch dieses Mal ein Ausklapp-Poster, welches einige der Charaktere aus der Reihe zeigt.

Fazit

Hell’s Paradise liefert in seinem fünften Band den Leser*innen eine überraschende Wendung und einige neue Informationen, die es zunächst zu verarbeiten gilt. Die Grundlage, auf den Kaku seine Erzählung aufbaut, wirkt auf die westliche Leserschaft zunächst sperrig, lässt sich aber nachvollziehen, wenn man den Erklärungen genau folgt, die auch dieses Mal wieder in einen Kampf eingebettet wurden. Gleichzeitig zeigt Kaku auch, dass er Abschiedsszenen gefühlvoll umsetzen und die Leser*innen berühren kann, auch wenn sie dem Charakter erst wenige Kapitel gefolgt sind.

In der Summe hat mir der fünfte Band der Reihe wieder sehr gut gefallen und ich verfalle jedes Mal wieder ins Schwärmen, wenn ich die Bildgewalt von Kaku bestaune. Durch das offene Ende bin ich schon sehr gespannt, was uns im Folgeband erwarten wird.

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Weitere rezensierte Bände der Serie

Band 1 | Band 2 & 3 | Band 4

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Andere Meinungen zum Manga

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