Herzlich willkommen auf meinem Mangablog. Hier findet ihr Rezensionen zu deutschen und englischen Manga sowie Beiträge über Themen und Aspekte, die mich an dem Medium interessieren. Ab und an schaue ich auch über den Tellerrand hinaus und schnuppere in Comic-Kunst abseits Japans hinein.

Berserk: Ultimative Edition (Band 12) - Rezension

Berserk: Ultimative Edition (Band 12)

[Anzeige, da Rezensionsexemplar]

Ursprünglich im Jahr 1990 veröffentlicht, verkaufte Berserk über 50 Millionen Exemplare weltweit, was ihm zu einem der meistverkauften Manga aller Zeiten macht. Auf Deutsch erscheint die Serie seit 2001 bei Panini und inzwischen hat es der Klassiker auf drei verschiedene Editionen gebracht. Neben der normalen Ausgabe im Taschenbuchformat gibt es die Max-Ausgabe sowie die Ultimative Edition im Großformat mit Plastik-Umschlag. Die Max-Edition wie auch die Ultimative Edition sind jeweils 2-in-1-Editionen.

Durch den Tod von Kentaro Miura am 6. Mai 2021 wird die Reihe aller Voraussicht nach unvollendet bleiben.

Der zwölfte Band der Ultimative-Edition umfasst die Bände 23 und 24 der regulären Ausgabe.

In der Rezension versuche ich, auf große Spoiler zu verzichten, bedenkt aber bitte, dass ich manchmal auch wichtige Teile der Handlung erzählen muss, um meine Meinung verständlich zu reflektieren. Wollt ihr sicher gehen, nicht gespoilert zu werden, interessiert euch aber für die Reihe, schaut in meine Rezension zu Band eins rein.

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Text/Zeichnungen: Kentarou Miura | Originaltitel: Berserk | Übersetzung: John Schmitt-Weigand | Verlag: Panini Manga | Kategorie: Seinen | Genre: Action, Fantasy | Preis: 19,99€ | Großformat | Mehr Informationen und Leseprobe

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Wie war’s?

Guts hat die letzten zwei Jahre damit verbracht, die Dämonen und Geister zu bekämpfen, die von dem Brandmal an seinem Hals angezogen werden. Schon das hat ihn bis an seine Grenzen gebracht. Nun hat er eine zusätzliche Verantwortung und muss auf seiner Reise auch Kjaskar beschützen, deren Anwesenheit gleichzeitig dafür sorgt, dass noch mehr Dämonen angezogen werden, während ihr zerrütteter Geist nicht versteht, was vor sich geht.

Zudem muss Guts feststellen, dass er in seinen dunkelsten Momenten selbst die größte Gefahr für die Frau ist, die er liebt. Doch in einem schweren Augenblick findet Guts plötzlich unerwartet Hilfe durch frühere Feinde, die er nach einem Schlüsselmoment zwischen sich und Kjaskar nur zu gerne annimmt und mit denen er die gefährlichen Reise in Pucks Heimatdorf fortsetzt.

In Midland wütet die Invasion der Kushan weiter. Wir lernen Lord Mule kennen, der schließlich von Griffiths neuer Falkenbande gerettet wird und sich Griffith auf seiner Mission zur Übernahme des Kushan-Königreichs anschließt.

Miura springt zwischen den beiden Geschichten hin und her und liefert dadurch einen interessanten Kontrast zwischen der Situation, in der Guts steckt, und dem wiedergeborenen Griffith, der sich auf einen Siegeszug begibt. Während Guts mit seiner neuen Situation zu kämpfen hat, scheint seinem Kontrahenten alles zu gelingen und der Erfolg regelrecht in den Schoss zu fallen. Die Godhand haben ihre Pläne auf Griffiths Schultern gelegt.

Auf der anderen Seite haben wir Guts, der darum kämpft, Kjaskar zu schützen. Seine Gefühle sind roh, voller Wut und Verzweiflung. Sie ist ganz nah bei ihm, doch sie kann seine Berührung nicht ertragen. Als Guts Hilfe angeboten bekommt und sich drei frühere Wegbegleiter ihn anschließen möchten, erlebt die Leserschaft so einen neuen Guts. Einen, der erkennt, dass er in einer Situation steckt, in der er nicht mehr alleine das beschützen kann, was ihm wichtig ist.

Im Vergleich zu den vorherigen Bänden werden den Leser*innen deutlich weniger Kämpfe geliefert und der Fantasy-Aspekt scheint größer zu werden. So stoßen Guts und seine Begleitet neben Trollen, Magie auch auf Hexen. Die Gruppe trifft auf Schierke. Eine junge Hexe, die dazu dient, die eher magischen, fantastischen und metaphysischen Elemente der Welt von Berserk zu erklären.

Die Kämpfe, die es gibt, können aber weiterhin mit Detailreichtum überzeugen. Miuras unverkennbaren Zeichenstil mit fesselnden und dynamischen Panels sorgen dafür, dass die spannende Handlung umso mehr Wirkung bei dem Publikum entfalten kann. Sie sind detailliert und kraftvoll. Der Stil des Mangakas ist düster gehalten und im großen Teil des Mangas sehr detailliert und fein ausgearbeitet.

Fazit

Nach dem intensiven elften Band der Reihe, geht es in Band zwölf von Berserk deutlich ruhiger zu. Der Mangaka betrachtet das Geschehen auf zwei verschiedenen Schauplätzen und es scheint, als würden die reinen Fantasy-Elemente in Berserk nun zunehmen. Es werden Fantasy-Wesen eingeführt und Magie etabliert.

Um Guts haben sich unterschiedliche Charaktere zusammengefunden, bei denen es spannend sein wird, in welche Richtung sich ihre Dynamik in den Folgebänden entwickeln wird.

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Weitere rezensierte Bände der Serie

Band 1 | Band 2&3 | Band 4&5 | Band 6&7 | Band 8 | Band 9 | Band 10 | Band 11

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Bei diesem Manga handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, welches mir freundlicherweise von Panini Manga zur Verfügung gestellt worden ist. Vielen Dank dafür!

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